Volleyball
Was war nur mit Laufenburg-Kaisten los? NLB-Team verliert nach 2:0-Satz-Führung

Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten kassiert die nächste Niederlage gegen Schönenwerd. Der Spitzenkampf entwickelte sich zu einem ausgeglichenen Spiel, zu Beginn mit Vorteilen für die Gäste aus dem Fricktal. In den ersten beiden Sätzen lief es, danach fehlte der Punktegarant.

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Wird Volley Schönenwerd bald zum Angstgegner für Laufenburg-Kaisten? Es ist die vierte Niederlage in Folge gegen die Niederämter.

Wird Volley Schönenwerd bald zum Angstgegner für Laufenburg-Kaisten? Es ist die vierte Niederlage in Folge gegen die Niederämter.

zvg

Auch das Spiel gegen Volley Schönenwerd galt als Spitzenkampf. Die Niederämter rangierten wie Laufenburg-Kaisten und Züri Unterland mit zwölf Punkten an der Spitze; ein Sieg im Spiel vom Samstag also umso wichtiger.

Brander, Jachowicz, Moor, Grgic, Ebner und Schmid sollten für die nötigen Punkte sorgen - die gleiche Aufstellung wie am Doppelwochenende zuvor. Gleich zu Beginn handelten sie sich einen 0:5-Rückstand ein. Die Annahme kam zwar, nur im Angriff schaffte es Laufenburg-Kaisten nicht, zu punkten. Mühe hatten sie vor allem mit Schönenwerds Diagonalangreifer Yves Roth. Mit seinen starken, diagonal hart angegriffenen Bällen hatten die Fricktaler stets Mühe. Erst beim 16:17-Anschlusspunkt konnten ihn Grgic und Schmid erstmals blocken. Zwei weitere Fehler der Niederämter und die Fricktaler egalisierten den Rückstand und führten nun ihrerseits 18:17. Diesen leichten Vorsprung konnten sie bis Satzende halten und siegten mit 25:23.

Der zweite Umgang blieb lange ausgeglichen. Bis zum 15:14 für Laufenburg-Kaisten konnte sich kein Team absetzen, ehe Grgic und Jachowicz mit vier präzisen Services die gegnerische Annahme unter Druck setzen konnten und einen 5-Punkte-Vorsprung herausspielten. In der «Money-Time», wie die Schlussphase jedes Satzes im Volleyball genannt wird, konnten die Fricktaler ihren Vorsprung halten (25:20).

Eine Kehrtwende ohne Verständnis

Ein Satz fehlte noch, um die drei bis anhin verdienten Punkte mit ins Fricktal zu nehmen. Bei Schönenwerd konnte Roth weiter seine Punkte machen, während bei Laufenburg-Kaisten einige Spieler begannen, zu schwächeln. Sie produzierten viele Eigenfehler und der Satz ging mit 25:16 an Schönenwerd.

Auch der vierte Satz schien in Hand der Niederämter zu sein. 0:3 und dann 2:5 lagen die Fricktaler zurück, als dann doch wieder die Kehrtwende kam. Grgic blockte den Ball zum 2:6, nur kurze Zeit später war das Spiel wieder punktemässig ausgeglichen (6:6). Nun schien auch Diagonal Roth gebrochen. Zweimal hintereinander wurde er geblockt (Grgic mit Moor zusammen und Schmid alleine). Doch lange hielt «Schönis» Tief nicht an, die anderen Spieler machten mehr Druck, holten den Satz mit 25:19.

Vergleich mit einer Wundertüte

Im Entscheidungssatz handelte sich der Gast aus dem Fricktal erneut einen Rückstand ein, wieder konnte Yves Roth walten, wie er wollte. «Er hat überragend gespielt und uns in Sachen Flexibilität und Durchschlagskraft gezeigt, wie es gehen könnte», reflektiert Zuspieler Lucian Jachowicz die Leistung des jungen Nationalspielers. Den Rückstand kann Laufenburg-Kaisten nochmals egalisieren (11:11). Und kaum einer glaubte daran, aber die Fricktaler hatten beim Stand von 14:12 zwei Matchbälle. «Wir sind wie immer eine Wundertüte. Man kann nie voraussagen, ob wir gut spielen oder nicht», bezeichnet Jachowicz sein Team. Und eine Wundertüte waren sie, denn vier Punkte später hiess der Sieger Volley Schönenwerd (16:14). Laufenburg-Kaisten konnte keiner seiner Matchbälle nutzen, «Schöni» hingegen seinen ersten.