Die Geschichte von Loris Benito zeigt, dass es sich manchmal lohnt, einen Schritt zurückzugehen, um vorwärtszukommen. Der 27-Jährige folgte 2014 der Verlockung eines Engagements im Ausland – und scheiterte.

Zwar wurde er mit Benfica Lissabon Meister und Cupsieger. Doch gespielt hat er quasi nie. Als dann ein Jahr später YB anfragte, war er bereit, zurück in die Schweiz zu kommen. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte. In der vergangenen Saison half er als Stammspieler mit, dass die Berner erstmals seit 32 Jahren Meister wurden.

Nun träumt Benito erneut vom Ausland und diesmal würde er die Reise mit einem anderen Renommee antreten. Nicht nur seine starken Leistungen auf Schweizer Boden weckten das Interesse von diversen Klubs in Europa, mit YB präsentierte er sich auch in der Champions League.

Er gehört damit zu einem sehr kleinen Kreis von Aargauer Fussballern, die es bis in die Königsklasse schafften. Diese Erfolge machen ihn zu einem verdienten Aargauer Sportler des Jahres.

Doch überhaupt war 2018 es ein tolles Jahr für den Aargauer Sport. Ein Jahr mit aussergewöhnlich vielen internationalen Erfolgen. Oliver Hegi schrieb Turngeschichte und holte als erster Schweizer seit 1959 zwei Medaillen an einer EM: Gold am Reck und Bronze am Barren. Im Karate wurde Elena Quirici Europameisterin im Einzel und mit dem Team.

Die Curlerinnen des CC Aarau holten EM-Silber, OL-Läufer Matthias Kyburz sammelte fünf EM- und WM-Medaillen und Radprofi Silvan Dillier wurde bei Paris–Roubaix zum Helden ohne Sieg, als er nur von Superstar Peter Sagan geschlagen wurde. Kurz:
Der Aargau ist ein Sportkanton.