Fussball
Warum tut sich der FC Aarau auswärts leichter als zuhause?

Sieben Spiele hat der FC Aarau in der zweiten Saisonhälfte ausgetragen. Die Bilanz: In den vier Auswärtspartien gegen GC (2:1), Luzern (2:3), Lausanne (1:0) und Sion (2:1) gab es drei Erfolge. Zuhause jedoch nur einen Punkt.

Ruedi Kuhn
Drucken
Teilen
Jubelnder FC Aarau auswärts in Sion

Jubelnder FC Aarau auswärts in Sion

Keystone

Vor eigenem Publikum holte die Mannschaft von Trainer René Weiler aus drei Partien gegen St. Gallen (1:1), den FC Zürich (1:2) und Thun (1:4) hingegen nur einen Punkt.

In der Challenge League war der FC Aarau im Brügglifeld eine Macht. Nach dem Aufstieg spielt das Team vor heimischer Kulisse zwar weiterhin attraktiv und macht Druck, vernachlässigt dabei aber oft die Defensivarbeit und kassiert zu viele Tore.

Wie ist das zu erklären?

Warum tut sich der FC Aarau auswärts leichter als zuhause? Wie ist das zu erklären? «Der Hauptgrund ist unsere Konterstärke», sagt Sandro Burki.

«Beim 2:1-Sieg gegen Sion hatten wir einen idealen Mix aus hohem, aggressivem Pressing und Verteidigungsarbeit. Wir waren in der Lage, sehr schnell von Defensive auf Offensive umzustellen. Und», fügt der Captain hinzu, «entscheidend für den Erfolg im Wallis war auch die Effizienz.»

Tatsächlich machte der FC Aarau in Sion aus vier hochkarätigen Möglichkeiten zwei Tore. Das reichte gegen einen schwachen, vor allem im Abschluss harmlosen Gegner zum Gewinn der drei Punkte.

Aaraus Sandro Burki (links) im Zweikampf mit Sions Jagne Pa Modou.
7 Bilder
Aaraus Sven Luescher (links) kämpft um den Ball, rechts Beg Ferati vom FC Sion.
Stephan Andrist schiesst das 0:1 - Beg Ferati vom FC Sion hat das Nachsehen.
Aarau gewinnt in Sion mit 2:1
Dreikampf: Sion's Jagne Pa Modou verteidigt den Ball gegen Aaraus Igor Nganga (links) und Sandro Burki.
Sven Lüscher (links) im Zweikampf mit Gabriel Cichero.
Stephan Andrist (rechts) traf in der 32. Minute zur Aarauer Führung

Aaraus Sandro Burki (links) im Zweikampf mit Sions Jagne Pa Modou.

Keystone

Zentraler Denker und Lenker

Burki spielt im 4-2-3-1-System der Aarauer eine zentrale Rolle. Als zentraler Denker und Lenker vor der Viererabwehrkette lässt er sich oft weit zurück fallen, geniesst dann jene Freiheiten, die er für die Angriffsauslösung braucht.

Der 28-Jährige hat die Klasse, mit einem Pass in die Tiefe für Gefahr zu sorgen. Dank viel Laufarbeit und Einsatz hält Burki das Team zusammen.

Da spielt es eine untergeordnete Rolle, dass er nicht bedingungslos in die Zweikämpfe geht. Umso mehr, als dass Burki mit Artur Ionita einen Teamkollegen an seiner Seite hat, der fürs Rustikale zuständig ist.

Am Sonntag gegen Basel

Und was ist nun für den FCA am Sonntag in Basel möglich? Folgt Sieg Nummer vier im Auswärtsspiel Nummer fünf? «Langsam, langsam», sagt Burki lächelnd.

«Bleiben wir mal schön auf dem Boden. Gegen Basel sind wir krasser Aussenseiter und haben absolut nichts zu verlieren. Wir freuen uns auf die Partie und wollen möglichst gute Figur machen.»

Aktuelle Nachrichten