Mountainbike
Waldburger ist vor der Weltmeisterschaft noch nicht in Form

Simon Waldburger aus Hottweil hat beim dritten 4X Pro Tour-Lauf in Schottland mit Platz 13 seine eigenen Erwartungen nicht ganz erfüllt. Dennoch fährt er kommendes Wochenende zuversichtlich an die WM.

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Simon Waldburger blickt der WM positiv entgegen.

Simon Waldburger blickt der WM positiv entgegen.

zVg

Fort William im Nordwesten von Schottland ist jedes Jahr Austragungsort des UCI Downhill World Cups sowie der 4X Pro Tour World Series. Die beiden Wettkämpfe finden einige Kilometer ausserhalb von Fort William statt und werden trotzdem jeweils von tausenden von begeisterten Fans besucht.

Erstmals hat sich der 21-jährige Hottwiler bei einer Qualifikation der Pro Tour auf Platz 7 eingereiht und sich damit im Zeitlauf eine optimale Ausgangslage für die Finalläufe geschaffen. Vor Waldburger klassiert haben sich nur die Topcracks, darunter auch Weltmeister Jost Wichmann aus Holland als Fünfter.

Waldburger qualifizierte sich am Finaltag problemlos für den Viertelfinal und traf dabei auf den aktuell weltbesten Fourcrossler, den Tschechen Tomas Slavik, auf den Australier Blake Nielsen und den Schweizer Beni Kistner.

Der Australier und Waldburger streiften sich im Steinfeld, wodurch beide spektakulär und schmerzhaft stürzten. Von diesem Duell profitierte der Kistner, der sich erstmals in seiner Karriere für einen Halbfinal qualifizierte.

Waldburger musste mit Platz 13 vorlieb nehmen. «Schade um die gute Ausgangslage nach der Quali», meinte der enttäuschte Hottwiler nach seinem unglücklichen Ausscheiden, «nun gilt es, die Verletzungen zu pflegen und das Velo auf Vordermann zu bringen, damit ich für die WM kommende Woche gerüstet bin.»

Viel Zeit verbleibt für die weltbesten 4-Crossler nicht, um sich von Rennen in Schottland zu erholen. Bereits am Mittwoch reist Schweizermeister Waldburger nach Österreich, um die WM vorzubereiten. Am kommenden Freitag ist der Qualifikationslauf und am Samstag das WM-Finalrennen.

«Wir sind in Österreich mit einem jungen aber starken Team am Start. Mit Marco Muff (Weltrangliste UCI Nr. 9, Anm. d. Red.) und mit Breni Kistner (UCI Nr. 17) sowie mit mir (UCI Nr. 3) haben wir drei Fahrer am Start, die für eine Überraschung gut sind», blickt ein optimistischer Waldburger auf den WM-Einsatz.

Waldburger weiss aber auch, dass aufgrund seiner Erfahrung aus zwei WM-Teilnahmen WM-Rennen eigene Gesetze haben. Da wird auf Biegen und Brechen gefahren und wie immer beim 4-Cross scheiden von jeweils vier Fahrern am Gate am Ziel 2 aus, bis im Big Final der besten Vier der neue Weltmeister fest steht.

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