Challenge League

Während Neumayr und Schneuwly zögern, greifen die Fans des FC Aarau zu

Die FCA-Toptorjäger Marco Schneuwly (links) und Markus Neumayr haben ihre Verträge bislang nicht verlängert

Die FCA-Toptorjäger Marco Schneuwly (links) und Markus Neumayr haben ihre Verträge bislang nicht verlängert

Markus Neumayr, Marco Schneuwly, Francois Affolter, Giuseppe Leo, Damir Mehidic und Ersatzgoalie Anthony von Arx: Diese sechs Spieler haben am 30. Juni auslaufende Verträge, die der FC Aarau grundsätzlich alle bis zum neuen Saisonende am 31. Juli verlängern will.

Zu welchen Konditionen? «Wir machen ein faires Angebot», sagte Sportchef Sandro Burki vergangene Woche (die AZ berichtete). Details nannte Burki nicht, den gleichen Lohn wie bis anhin bietet der FCA dem Sextett jedoch kaum an; die Offerte dürfte eine kleine Lohnreduktion beinhalten.

Diese Woche nun hat Burki mit den Spielern gesprochen, konnte aber am Donnerstag noch keine Einigung vermelden. Laut «Blick» sind es vor allem die Grossverdiener Neumayr und Schneuwly, die zögern. Neumayr sagt: «Das Risiko ist auf der Seite des Spielers». Und meint damit eine allfällige Verletzung, die den ihn als Spieler in eine schlechte Position bringen würde in Verhandlungen mit einem potenziellen neuen Arbeitgeber.

Bei Neumayr riecht es trotzdem nach einem Verbleib in Aarau. Gut möglich, dass dieser sogar über den 31. Juli hinausgehen wird. Schon länger signalisieren dies sowohl der FCA als auch sein Spielmacher. Der 34-jährige Neumayr ist mit sechs Toren und sieben Assists der interne Topskorer und einer der raren FCA-Profis, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können.

Bei Schneuwly indes, mit sechs Toren ebenso treffsicher wie Neumayr, ist die Ausgangslage anders: Zwar hat auch er ein Angebot zur Vertragsverlängerung bis am 31. Juli vorliegen, danach aber soll Schluss sein beim FCA. Wobei: In den Spielen vor der Corona-Pause zeigte Schneuwlys Formkurve nach oben, weshalb sich die Verantwortlichen noch nicht definitiv gegen eine Vertragsverlängerung über die laufende Saison hinaus entschieden haben.

Die Zeit drängt: Bis zur Saison-Fortsetzung am 19. Juni auswärts gegen GC soll Klarheit herrschen, welche Spieler dem FCA in den verbleibenden 13 Partien zur Verfügung stehen.

Nur 11 Saisonkarten-Besitzer wollen ihr Geld zurück

Mehr Erbauliches kann der FC Aarau von der Ticketfront vermelden, wo sich einmal mehr die besondere Treue seiner Fans herausstellt: Bislang haben sich 70 Prozent der 2136 Saisonkarten-Inhaber bereit erklärt, auf die Rückerstattung für die wegen Corona verpassten Heimspiele zu verzichten. Mehr noch: Die meisten von ihnen haben sogleich das Abo für die neue, im September beginnende Saison 2020/21 verlängert. Lediglich 11 Saisonkarten-Besitzer wollen anteilsmässig ihr Geld zurück. Geschäftsführer Roland Baumgartner richtet sich an die Fans: «Ein herzliches Dankeschön für die grosszügige Unterstützung des FC Aarau, das ist nicht selbstverständlich.»

Anfang nächster Woche will der FCA informieren, wie er bis Ende Saison die rund 150 freien Plätze pro Heimspiel zu verteilen gedenkt.

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