Mit dem sechstplatzierten SC Kriens trifft der FC Aarau am Dienstag auf den nächsten Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Doch aufgepasst, die Rangierung der Innerschweizer ist ein Etikettenschwindel: Am Samstag gewann Kriens 1:0 in Wil und untermauerte, dass die Baisse aus dem Spätherbst abgehakt ist.

16 Punkte haben die Krienser in den acht Spielen seit der Winterpause geholt und sind somit die zweitbeste Rückrundenmannschaft – hinter Aarau und Servette mit 17 Punkten.

«Sie bestechen durch Physis und eine sehr gute Organisation», sagt FCA-Trainer Patrick Rahmen, der seine Mannschaft zudem auf das schnelle Umschaltspiel des nächsten Gegners hinweisen wird.

Straffes Programm

Zeit, die Krienser in der Matchvorbereitung noch detaillierter zu sezieren, bleibt nicht: Am Sonntag erholten sich die FCA-Profis vom kraftraubenden Heimspiel gegen Schaffhausen (3:2), ehe am Montag bereits das knapp einstündige Abschlusstraining für die Partie am Dienstag auf dem Programm steht.

Einzig mit einigen Videosequenzen aus den vorherigen Spielen des SC Kriens können Rahmen und sein Staff ihre Mannschaft auf den Gegner einstimmen. Der Rest ist die Besinnung auf das eigene Können und das durch den Heimsieg gegen Schaffhausen gestärkte Selbstvertrauen.

Einen Vorteil haben die Aarauer: Während ihr Kader nur aus Profis besteht, geht ein Teil der Krienser am Montag und Dienstag durch den Tag arbeiten, was die Regeneration seit dem Samstag-Spiel erschwert.

So läuft die Barrage

Rahmen muss in Kriens erneut auf Raoul Giger verzichten (Innenbandzerrung). Neu auf der Verletztenliste figuriert Norman Peyretti, der gegen Schaffhausen nach seiner Einwechslung von einem Gegenspieler mittels Body-Check niedergestreckt wurde. Anfangs schien er unversehrt davonzukommen, doch dann spuckte Peyretti in der Kabine Blut, musste ins Spital und dort über Nacht bleiben. Diagnose Lungenquetschung.

Übrigens: Mittlerweile steht der Ablauf der Barrage fest. Sollte sich der FCA für die Auf-/Abstiegspoule qualifizieren, tritt er am 30. Mai (19 Uhr) zuerst auswärts beim Super-League-Neunten an. Am 2. Juni (16 Uhr) findet das Rückspiel im Stadion des Challenge-League-Zweiten statt.