Handball NLA

Vorläufig gibt es keine TV-Live-Übertragungen von Heimspielen des HSC Suhr Aarau und des TV Endingen

Ein Bild, das es so in der neuen Saison vorläufig nicht mehr zu sehen geben wird: «MySports»-Kameramann in der Schachenhalle.

Ein Bild, das es so in der neuen Saison vorläufig nicht mehr zu sehen geben wird: «MySports»-Kameramann in der Schachenhalle.

Zu viele Linien auf dem Hallenboden in der Schachenhalle und der GoEasy-Arena: Warum es in dieser Saison bis auf Weiteres keine TV-Live-Übertragungen mehr von Heimspielen des HSC Suhr Aarau und des TV Endingen gibt.

In der neuen Saison überträgt der nationale TV-Sender «My Sports» keine Heimspiele des HSC Suhr Aarau und des TV Endingen – zumindest vorläufig. Der Grund dafür: Die beiden Aargauer NLA-Klubs erfüllen die zwischen dem Sport-TV-Sender und der Liga vertraglich festgehaltenen Auflagen nicht. Stein des Anstosses sind sportartenfremde Linien, die in einer sich in öffentlichem Besitz befindlichen Halle zum Standard gehören.

Verband: «Wir müssen konsequent sein»

Neben des Verbots sportartenfremder Markierungen auf der Platte gibt es noch zahlreiche weitere Auflagen, die aber weder für den HSC noch für den TVE ein Problem darstellen. Und obwohl all diese Auflagen schon seit Beginn der «My Sports»-Liveübertragungen vor zwei Jahren bestehen, werden sie erst jetzt rigoros durchgesetzt.

«Das ist im Vertrag mit ‹My Sports› so geregelt. Es war von Anfang an klar, dass die Auflagen ab der dritten Saison konsequent eingefordert werden. In dieser Hinsicht müssen wir konsequent sein, um das Produkt Handball in der Entwicklung weiter zu bringen», sagt Marco Ellenberger, Mediensprecher des Schweizerischen Handballverbandes SHV und fügt an: «Wir stellen den Vereinen unseren mobilen Hallenboden zur Verfügung. Sie müssen nur für Transport und Installation aufkommen.»

Aufwand mit mobilem Hallenboden rechnet sich nicht

Für den HSC Suhr Aarau ist der Aufwand zur Ermöglichung einer Live-Übertragung aus der Schachenhalle trotz dieses Angebotes zu gross: «Wir müssten die Halle zusätzlich sowohl am Tag vor, als auch am Tag nach der Partie reservieren und bräuchten viel mehr freiwillige Helfer. Das alles rechnet sich für uns nicht», sagt HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli.

Die Kosten für Transport und Installation des Bodens würden sich auf rund 4000 Franken belaufen, was in etwa dem Betrag entspricht, den man als Gastgeber für die Live-Übertragung eines Heimspiels von «My Sports» erhält.

TVE hofft auf TV-Derby gegen HSC Mitte Dezember

Beim TV Endingen ist man derweil daran, eine andere Lösung für das Problem zu suchen. Die Vereinsverantwortlichen klären derzeit eine Variante mit einem Lieferanten für Bodenkleber ab. «Allenfalls gibt es die Möglichkeit, die anderen Markierungen abzukleben. Die Variante mit dem mobilen Hallenboden vom Verband sehe ich eher nicht realistisch», sagt TVE-Geschäftsführer Christian Villiger.

Sein grosses Ziel: Bis zum Aargauer NLA-Derby in der GoEasy-Arena in der 15. Runde eine Lösung umsetzen zu können und damit die Live-Übertragung der Partie gegen den Kantonsrivalen von Mitte Dezember durch «My Sports» zu ermöglichen.

Ab Playoff-Halbfinal müssen die Auflagen erfüllt werden

Ob es schlussendlich für das Produkt Handball förderlich ist, dass die konsequente Einforderung der Auflagen während der Hauptrunde dazu führen dürfte, dass es statt Live-Übertragungen aus den oft stimmungsvollen Hallen in Aarau und Siggenthal Station vermehrt solche aus eher schlechter besuchten Arenen wie in Schaffhausen oder der Saalsporthalle geben wird, bleibt dahingestellt.

Ab den Playoff-Halbfinals sind die teilnehmenden Teams so oder so dazu verpflichtet, die zuvor genannten Voraussetzungen für Live-Übertragungen zu erfüllen – entweder durch die Verwendung des mobilen Hallenbodens vom Verband oder mittels einer anderen Lösung.

Ob TV-Mattscheibe oder nicht: Mit Ausnahme der von «My Sports» übertragenen Partien werden sämtliche NLA-Partien gratis und franko online im Livestream übertragen.

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