Handball
Vorentscheidendes Duell für Siggenthal im Abstiegskampf gegen Birsfelden

Gegen Biel klappte es nicht mit zwei Punkten, doch lange Zeit zum Grübeln bleibt für die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden nicht. Am Sonntagnachmittag steigt der grosse Knüller im Abstiegskampf: Das Tabellenschlusslicht aus Birsfelden reist in die Badener Aue.

Frederic Härri
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Pascal Moser

Pascal Moser

AWA

Für die Birsfelder ist es bislang eine mehr als schwierige Saison. Alle seine fünf Saisonsiege holte das Team vom neuen Trainerduo Christian Meier und Ramon Morf noch in der Vorrunde unter dem inzwischen abgetretenen Thomas Reichmuth; in den sieben Partien nach der Winterpause blieb man jeweils sieg- und punktelos.

So datiert der letzte Sieg vom 9. Dezember, als die Basler den TV Steffisburg mit 29:28 bezwangen. Seine beste Phase hatte das Team von Oktober bis November, als drei Vollerfolge in Folge gelangen – unter anderem ein 29:18 gegen die Siggenthaler am 11. November. An dem Tag zog das Team von Trainer Sascha Schönholzer auswärts einen rabenschwarzen Tag ein und zeigte sich in der Verteidigung stark fehleranfällig.
Überragender Akteur auf dem Feld damals: der Ungare Peter Schmid mit neun Toren. Er ist die grosse Lebensversicherung der Birsfelder in dieser Spielzeit. Mit 129 Treffern hat er in der teaminternen Torschützenliste über 50 Tore mehr erzielt als der Zweitplatzierte Däne Mads Thomsen.

Im Ligaranking belegt Schmid damit Rang drei nach Mario Obad (HC KTV Altdorf, 137 Tore) und Rares Jurca (RTV 1879 Basel, 138 Tore). Doch auch er konnte die Pleitenserie und den schleichenden Gang auf den letzten Tabellenplatz in den vergangenen Wochen nicht verhindern.
Wenn die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden am Sonntagnachmittag als Sieger aus der Partie gehen will, gilt es, die Kreise von Schmid so gut es geht einzudämmen. Personell kann Sascha Schönholzer aus dem Vollen schöpfen, auch Abwehrass Marco Eggenschwiler sollte nach seiner roten Karte (ohne Bericht) im Spiel gegen Biel wieder einsatzberechtigt sein. Die Roten werden sich wieder auf die volle Unterstützung der treuen Fans verlassen können, welche die altehrwürdige Aue von Anpfiff an in ein Tollhaus verwandeln werden.