NLB-Volleyball

Vor dem Volleyballauftakt der Frauen: Der VBC Kanti Baden und der BTV Aarau starten mit neuen Trainern in die Saison

Für Lisa Adler (r.) und Kanti Baden geht es in dieser Saison um den Ligaerhalt.

Für Lisa Adler (r.) und Kanti Baden geht es in dieser Saison um den Ligaerhalt.

Letzte Saison schafften die Volleyballerinnen aus Baden und Aarau den Ligaerhalt in der NLB. Am Samstag, wenn die neue Spielzeit beginnt, werden an der Seitenlinie neue Trainer stehen: Martin Mühlebach übernimmt in Baden, Anika Schulz coacht in Aarau.

Nur noch wenige Tage dauert es, bis die besten Volleyballerinnen im Kanton zum Block hochspringen, ein Anspiel pritschen oder den Aufschlag mit Top Spin übers Netz spedieren. Am Wochenende beginnt die Saison in der Nationalliga B, mit dem VBC Kanti Baden und dem BTV Aarau sind zwei Aargauer Vereine mit dabei. Beide Klubs gehen mit neuem Personal auf dem Trainerposten in die Spielzeit.

Bei den Badenern heisst der Mann in der Verantwortung nun Martin Mühlebach. Nach Jahren als Chefcoach in Oberlunkhofen wurde Mühlebach vor der letzten Saison als Assistenztrainer in Baden verpflichtet. Dort, wo er einst auch als Spieler auf dem Feld stand. «Ich kenne alle im Klub, schätze das familiäre Umfeld und die motivierten Spielerinnen», sagt Mühlebach. Der Neue will an der Taktik seines Vorgängers Moritz Fischer nur minim nachjustieren, das Angriffsspiel soll variantenreicher werden, «ansonsten führe ich die Arbeit von Moritz weiter.» Volleyball bleibt eben immer noch Volleyball.

Wechsel gab es nicht nur auf der Trainerbank

Die Arbeit weiterführen, das bedeutet in letzter Konsequenz auch: drin bleiben. Der Ligaerhalt ist die Vorgabe, Mühlebach ist überzeugt, dass das möglich ist. «Das Kader ist ausgeglichener als letzte Saison», sagt Mühlebach. Vier Spielerinnen sind neu gekommen, doch auch Abgänge galt es zu verkraften. Für einige war der Weg ins Training auf Dauer zu weit, andere spielen nun ein paar Kilometer weiter westlich: beim BTV in Aarau.

Auch beim BTV gab es diesen Sommer eine Trainerrochade. Harald Gloor, der die NLB-Volleyballerinnen lange als Coach betreute, konzentriert sich ab dieser Saison auf seine Aufgabe als Sportchef, das Traineramt übergibt er an Anika Schulz. Die 37-Jährige Deutsche, die in der Bundesliga mehrere Meistertitel gewann, hat im Frühling ihre Karriere als Spielerin beim BTV beendet. Nun macht sie in neuer Rolle beim Verein weiter. «Ich freue mich, dass es nach der langen Pause wieder los geht», sagt Schulz vor ihrer ersten Saison als Trainerin auf NLB-Niveau.

Für dieses Jahr gibt Vereinspräsident Giuseppe Longa die Teilnahme an den Playoffs als Ziel aus. Es deckt sich mit den Ambitionen von Schulz, auch wenn sie betont, dass man erst nach ein paar Spieltagen sehe, «wohin der Weg geht».

Das Kader, das Schulz zur Verfügung hat, wird wie im letzten Jahr sehr jung daherkommen. Viele Spielerinnen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren nehmen in einem separaten Nachwuchsteam am Spielbetrieb in der 1. Liga teil, in der NLB-Equipe sollen einige von ihnen zusätzliche Wettkampferfahrung sammeln können, wie Longa sagt.

Es ist Teil der Vereinsstrategie, die vorsieht, den Fokus auf die Nachwuchsarbeit zu legen. Seit diesem Jahr stellt der BTV Aarau eines von nur zwei nationalen Ausbildungszentren, dafür steht das von Swiss Volley vergebene Label als Nationaler Nachwuchsverein.

Wie Präsident Longa unlängst bekannt gab, will er aus dem BTV mittelfristig den grössten und besten Ausbildungsverein der Schweiz machen. «Für dieses Vorhaben bündeln wir unsere Ressourcen.» Davon profitiert unmittelbar auch das NLB-Team der Aarauer. Die besten Volleyballtalente des Landes sollen dort ihre Fähigkeiten auf dem Weg ins Profidasein verbessern können.

Dass der BTV der Saison 20/21 nicht nur jünger, sondern auch zwangsläufig unerfahrener ist, wertet Anika Schulz nicht als Nachteil: «Wir sind auf dem Feld und auf der Bank gut besetzt», sagt sie.

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