FC Aarau

Vor dem Hochrisiko-Spiel: Leo Locher sorgt für Sicherheit im Brügglifeld

Leo Locher (Bild) kennt das Brügglifeld wie seine Westentasche. Alexander Wagner

Leo Locher (Bild) kennt das Brügglifeld wie seine Westentasche. Alexander Wagner

Der Aarauer Sicherheitsverantwortliche Leo Locher ist im Cupspiel gegen St. Gallen gefordert. Seit den Krawallen am 18. Oktober 2008 in der St. Galler AFG-Arena gelten Affichen gegen die Ostschweizer als Hochrisiko-Spiele.

FC Aarau – St. Gallen; da ist Zündstoff drin. Der Hauptgrund für das Spannungsverhältnis zwischen den beiden Mannschaften liegt vier Jahre zurück. Am 18. Oktober 2008 flogen im Cupspiel in unmittelbarer Nähe der AFG-Arena die Fetzen. Nach Randalen und Schlägereien gab es viele Verletzte. Stadionverbote wurden ausgesprochen.

Mannschafts-Car gestoppt

Der Mannschafts-Car des FC Aarau musste kurz vor der Einfahrt ins Stadion aus Sicherheitsgründen gestoppt werden. Statt der üblichen anderthalb Stunden Vorbereitungszeit blieben den FCA-Spielern gerade mal knapp 30 Minuten.

«Rabenschwarzer Tag für den Schweizer Fussball»

Der damalige FCA-Trainer Ryszard Komornicki bat St. Gallens Chefcoach Uli Forte, den Spielbeginn von 18 Uhr auf 18.15 Uhr zu verlegen. Forte legte sein Veto ein. Logisch, dass Hektik und Gift mit im Spiel waren. Nach einem Eigentor von Ivan Benito und einem Treffer von Moustapha Dabo verloren die Aarauer 0:2. FCA-Präsident Alfred Schmid sprach nach der «Schlacht von St. Gallen» Klartext und sagte: «Das ist nicht nur ein rabenschwarzer Tag für den FC Aarau, das ist ein rabenschwarzer Tag für den Schweizer Fussball.»

Mit dem Prädikat «Hochrisiko«

Am Sonntag kommt es im Brügglifeld zur brisanten Revanche. Im Vorfeld der Partie ist vor allem der FCA-Sicherheitsverantwortliche Leo Locher gefordert. Seit dem Chaos-Tag vor vier Jahren ist Aarau gegen
St.Gallen ein Hochrisikospiel.

1200 Fans aus St. Gallen erwartet

Aus der Ostschweiz werden rund 1200 Zuschauer in Aarau erwartet. Rund 800 Fans reisen mit dem Zug an. Sie werden von Sicherheitsbeamten vom Bahnhof bis ins Brügglifeld begleitet. Locher glaubt fest daran, dass der Cupachtelfinal in ruhigen Bahnen verlaufen wird. «Seit den schlimmen Vorfällen im Oktober 2008 wurde viel für die Sicherheit getan», sagt der bald 50-Jährige. «Die Securitas, die Kantons- und Stadtpolizei arbeiten eng zusammen und unternehmen alles, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.»

In den Morgenstunden im Brügglifeld

Grosse Stücke hält Locher auf ein ausgeklügeltes Fanprojekt des FC St. Gallen. Locher selbst wird am Spieltag bereits in den frühen Morgenstunden im Brügglifeld sein. Sein Tag beginnt mit einem Kontrollgang im Stadion und endet mit einer kleinen Feier im Kreis seiner Familie. Dazu braucht es allerdings zwei Voraussetzungen: ein Sieg des FC Aarau und ein friedliches Fussballfest.

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