Challenge League

Von wegen Schwalbenkönig: Kevin Spadanuda sah zweimal Gelb – zu Unrecht!

Kevin Spadanuda hat sich beim FCA in der Startelf festgebissen

Kevin Spadanuda hat sich beim FCA in der Startelf festgebissen

Kevin Spadanuda sah schon zwei Mal Gelb für eine Schwalbe – zu Unrecht, wie sich bei genauem Hinsehen zeigt. Hätten die Schiedsrichter entschieden, hätte der FC Aarau wohl mehr Punkte.

«Ich bin ein Schwalbenkönig – na und?» Fussballinteressierte mit gutem Gedächtnis erinnern sich an den Urheber dieses Satzes. Es war in der Saison 2014/15, als der damalige Aarau-Stürmer Stephan Andrist zugab, auch mal ohne gegnerische Berührung hinzufallen. Die Schiedsrichter fielen nicht auf die Schauspielerei herein und zeigten Andrist in jener Spielzeit drei Mal die Gelbe Karte für sein unsportliches Verhalten.

Stephan Andrist mit einer spektakulären Flugeinlage im FCA-Dress und mit Aarau-Gesichtsmaske.

Stephan Andrist mit einer spektakulären Flugeinlage im FCA-Dress und mit Aarau-Gesichtsmaske.

Fünf Jahre später wandelt mit Kevin Spadanuda ein FCA-Profi auf Andrists Spuren. Zumindest statistisch: Schon zwei Mal in seinen acht Einsätzen wurde der Neuzugang vom FC Baden für eine Schwalbe verwarnt.

Doch ist Spadanuda wirklich einer wie Andrist, der sogar offen zu seiner Fallsucht stand? «Nein», stellt er klipp und klar fest, «in beiden Situationen, in denen ich wegen Schwalbe Gelb bekam, hätte es stattdessen Penalty für uns geben müssen. Sogar die Gegenspieler haben das zugegeben. In beiden Szenen war ich auf direktem Weg zum Tor – warum soll ich da freiwillig hinfallen?»

Kevin Spadanuda wechselte im Sommer vom FC Baden zum FC Aarau

Kevin Spadanuda wechselte im Sommer vom FC Baden zum FC Aarau

Es war beim 2:5 in Vaduz und beim 0:3 in Wil, als die Unparteiischen Spadanuda einen Penalty verweigerten. Jeweils wohl zu Unrecht, wie die wenigen verfügbaren TV-Bilder offenbaren. Besonders bitter: In Vaduz hätte ein verwandelter Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:2 für den FCA geführt, in Wil zum 1:1. Die Feststellung ist hypothetisch, aber halt doch nicht ganz von der Hand zu weisen: Hätten die Schiedsrichter auf Penalty entschieden, hätte der FCA kaum beide Spiele verloren.

Spadanuda und Penaltyszenen – das gehört zusammen

Zwei Mal zu Unrecht wegen Schauspielerei verwarnt – kein Wunder, ging Spadanuda am vergangenen Samstagabend in der 56. Minute des Auswärtsspiels gegen Stade Lausanne-Ouchy durch den Kopf: «Bitte nicht schon wieder!» Er lag im gegnerischen Strafraum am Boden, der Schlag des Gegenspielers in Spadanudas Beine war bis unter das Tribünendach zu hören, doch der Pfiff von Schiedsrichter David Schärli liess auf sich warten. Erst ein paar Sekunden später ertönte er – zusammen mit der unmissverständlichen und für Spadanuda erlösenden Geste Schärlis: Penalty für den FC Aarau, den Markus Neumayr dann zum wegweisenden 1:0 verwandelte.

Spadanuda sagte nach dem Schlusspfiff: «Dieses Mal war es das eindeutigste Foul, doch als der Schiedsrichter nicht sofort pfiff, dachte ich: «Bitte nicht schon wieder! Das kann doch nicht sein!» Ich hatte keine Chance, auf den Beinen zu bleiben. Und hätte mir der Schiedsrichter tatsächlich wieder die Gelbe Karte gezeigt, wäre es meine vierte in dieser Saison gewesen und ich hätte im nächsten Heimspiel gegen Vaduz gesperrt zuschauen müssen. Wegen drei Gelben Karten für eine Schwalbe! Auch wenn alle zu Unrecht gewesen wären, das hätte auf dem Papier blöd ausgesehen und wäre mir peinlich gewesen. Ich bin alles andere als ein unsportlicher Spieler.»

Klarer Fall: Spadanuda (schwarzes Trikot) wird gegen Stade Lausanne-Ouchy im Strafraum gelegt

Klarer Fall: Spadanuda (schwarzes Trikot) wird gegen Stade Lausanne-Ouchy im Strafraum gelegt

Übrigens: Der Penalty gegen Stade Lausanne-Ouchy war der dritte für Aarau in dieser Saison. Den ersten gab es am zehnten Spieltag beim 3:2 in Kriens. Schon damals war Spadanuda der gefoulte Spieler.

Vier Penaltyszenen – vier Mal mit Kevin Spadanuda in der Hauptrolle. Ein klares Indiz dafür, dass der Flügelspieler mit dem Schmetterantritt auf bestem Weg zu einer tragenden Rolle beim FC Aarau ist.

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