Am kommenden Wochenende starten mit Unihockey Baden-Birmenstorf, Unihockey Fricktal, UHC Lok Reinach und Unihockey Mittelland vier Aargauer Teams in die neue Saison in der 1. Liga. Trotz starker Konkurrenz sind die Ambitionen der Aargauer Vereine gross: Alle vier Teams träumen vom Einzug in die Playoffs, auch wenn bei dem einen oder anderen Verein die Erinnerungen an vergangene Abstiegskämpfe mitschwingen. Gerade die Aargauer Derbys dürften hart umkämpft werden.

Unihockey Baden-Birmenstorf

Auf den Aufstieg folgte beinahe der direkte Wiederabstieg, auf diesen die Playoff-Halbfinals: Baden-Birmenstorf blickt auf turbulente Jahre zurück. Nach der vergangenen Saison ist die Erwartungshaltung gestiegen. «Die Playoffs sind sicher das Ziel», sagt Spielertrainer Martin Egloff. Dass sein Verein nun als Nummer 1 des Kantons gilt, hört er aber ungern: «Das überlassen wir Reinach, die sind von den Vereinsstrukturen her besser aufgestellt.»

Um sich seinerseits zu verstärken, setzt Baden-Birmenstorf auf ein ausgeklügeltes Konzept: «Wir schauen uns stets nach NLA-Spielern um, die als Junioren in der Region gespielt haben.» So gelangen schon einige Transfercoups. Ansonsten hat sich nicht viel geändert: «Wir bleiben uns treu.» Ob dem tatsächlich so ist, haben die Waldenburg Eagles im Eröffnungsspiel zu beurteilen. Gegen den Aufsteiger sicherte sich Baden-Birmenstorf 2018 in letzter Minute den Klassenerhalt. «Wir haben damals gesagt, dass wir uns wiedersehen werden – hoffentlich in der 1. Liga.»

Unihockey Fricktal

Bei Unihockey Fricktal steht neu der Trainer Marc Delaquis an der Seitenlinie. Delaquis bringt mit seiner Erfahrung Schwung und neue Ideen ins Spiel von Fricktal.

Bei Unihockey Fricktal steht neu der Trainer Marc Delaquis an der Seitenlinie. Delaquis bringt mit seiner Erfahrung Schwung und neue Ideen ins Spiel von Fricktal.

Mit einem neuen Trainer startet Unihockey Fricktal in die neue Saison. «Marc Delaquis bringt mit seiner grossen Erfahrung Schwung und neue Ideen in unser Spiel», sagt Präsident Pascal Koch, der in der vergangenen Saison neben dem Präsidenten- auch das Traineramt inne hatte. 2018/19 schaffte Fricktal den Ligaerhalt knapp. «Wahrscheinlich war die fehlende Breite im Team entscheidend. Sobald zwei bis drei Spieler ausfallen, nehmen die Trainingsqualität und damit auch unsere Leistungen ab», erklärt Koch die Probleme in der Vorsaison.

Dennoch traut er dem Team in seiner diesjährigen Ausgabe Einiges zu. Für ihn ist es am wichtigsten, den eigenen Weg zu gehen und eigene junge Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Mit der Saisonvorbereitung ist Koch zufrieden, Moral tankte das Team mit starken Auftritten am letzten Vorbereitungsturnier. Dennoch: Der Abstiegskampf ist für Fricktal nichts Neues. Trotzdem will man sich nicht verstecken: «Die Playoffs müssen immer das Ziel sein!»

 UHC Lok Reinach

Beim UHC Lok Reinach stehen die Zeichen auf Neuanfang. Mit den Coaches Marcel Kling und Pascal Meier soll frischer Wind ins Team gebracht werden.

Beim UHC Lok Reinach stehen die Zeichen auf Neuanfang. Mit den Coaches Marcel Kling und Pascal Meier soll frischer Wind ins Team gebracht werden.

Nach dem Ausscheiden im Playoff-Viertelfinal und dem Abgang von Trainer Magnus Hedlund stehen die Zeichen beim UHC Lok Reinach auf Neuanfang. Mit den Coaches Marcel Kling und Pascal Meier soll frischer Wind ins Team gebracht werden. «Als ehemaliger Spieler, langjähriges Vereinsmitglied und letztjähriger U21-Coach kenne ich die Mannschaft gut», verweist Kling auf seine Vorzüge. Mit Nachwuchsspielern und Neuzuzügen wie Tomas Vojtisek soll Grosses erreicht werden. «Wir wollen mit der U21 und der ersten Mannschaft wieder in der jeweils zweithöchsten Spielklasse spielen», sagt Kling.

Die Junioren haben diesen Schritt bereits geschafft, nun soll die erste Mannschaft folgen: «Wir werden alles daransetzen, dieses Ziel baldmöglichst zu erreichen, wollen sicher vorne mitmischen.» Im ersten Spiel trifft die Mannschaft auf Unihockey Mittelland, für den ehemaligen StaWi-Junior Kling dürfte die Partie nicht nur ein Wiedersehen mit alten Weggefährten, sondern auch eine erste Standortbestimmung sein.

Unihockey Mittelland

Bei Unihockey Mittelland müssen ganze acht ausfallende Spieler ersetzt werden. Nun setzt Trainer Björn Karlen auf die Flexibilität der Mannschaft.

Bei Unihockey Mittelland müssen ganze acht ausfallende Spieler ersetzt werden. Nun setzt Trainer Björn Karlen auf die Flexibilität der Mannschaft.

Die Vorfreude auf die kommende Saison ist bei Unihockey Mittelland riesig. Zum Auftakt steht gleich das Kantonsderby gegen Lok Reinach an. Trainer Björn Karlen will bei gleichgebliebenem Grundgerüst den «nächsten Schritt» machen. Konkret strebt der Verein mit seinem Fanionteam einen Tabellenplatz in den Top 4 in der Qualifikation und die Teilnahme an den Playoff-Halbfinals an. In der ersten Saison unter Karlen resultierte 2018/19 ein fünfter Platz in der Qualifikation und eine knappe Niederlage in den Playoff-Viertelfinals.

«Wir haben eigentlich jedes Topteam geschlagen. Noch fehlt es uns an Konstanz in unserem Spiel», erklärt Karlen. In der Vorbereitung überzeugte Mittelland im Cupspiel gegen Limmattal. Dennoch wartet auf den erfahrenen Karlen eine neue Herausforderung: Er muss wegen RS und Auslandaufenthalten auf insgesamt acht Spieler verzichten: «Das zu kompensieren, könnte ein Problem werden.» Er ist jedoch überzeugt, dass dieses Manko durch Flexibilität wettgemacht werden kann.