Basketball
Von der Schippe gesprungen – Alte Kanti Aarau sichert sich den Finaleinzug

Herzschlagfinale in Pully. Nach einer zähen Partie mit vielen spektakulären Körben und Dunks , setzten sich die Aarauer NLB-Basketballer im Halbfinal-Rückspiel am Ende doch noch mit 85:75 durch, obwohl sie mehrheitlich im Rückstand waren.

Yannick Ngarambe
Merken
Drucken
Teilen
Dejan Hohler sucht einen Mitspieler. Foto: Ferhat Bükücü

Dejan Hohler sucht einen Mitspieler. Foto: Ferhat Bükücü

Pully startete mit grossem Enthusiasmus in die Partie, wohlwissend, dass es sich um ihr letztes Saisonspiel handeln könnte. Die erste Hälfte gestaltete sich absolut ausgeglichen, begleitet von der ständigen Gefahr, dass Pully ausbrechen könnte.

Der wendige Yohan Bugnon und sein treffsicherer Teamkollege Mitar Trivunovic sorgten auf Westschweizer Seite für reichlich Punkte, während Aarau Mühe hatte, das angeschlagene Tempo mitzugehen. Vielmehr verfielen sie dem Tempo der Gastgeber, wodurch ein Hin und Her entstand, das vorwiegend dem klein gewachsenen Pully entgegenkam. Zur Pause stand es 41:37 für Pully.

Eine enge Kiste

Nach der Pause wurde schnell klar, dass das Spiel bis zum Schluss eng bleiben würde. Aarau versuchte sich loszureissen, schaffte aber höchstens den kurzzeitigen Ausgleich - bevor Pully wieder traf. Auf den Tribünen lieferten sich die Fans beider Lager derweil einen leidenschaftlichen Kampf um die lautesten Stimmen.

Aarau’s Cheftrommler Tommy Fankhauser sorgte während der ganzen Partie für den Herzschlag der Fankurve. Auf dem Feld ging das Kopf-an-Kopf-Rennen weiter, ohne dass sich ein klarer Favorit herauskristallisiert hätte. Es würde auf die Nerven ankommen.

Nerven bewiesen

Und die bewies Aarau. Angeführt von einem Roman Albrecht, der sich unter dem Korb in der Schlussphase keine Blösse gab, und von der Freiwurflinie ohne Fehlwurf blieb! Der Fels in der Brandung sicherte sich auch hinten zunehmend die Rebounds, zusammen mit Mladen Radic, der in diesem Spiel um jeden Ball kämpfen musste.

Der Schlusspunkt dieser hochemotionalen Partie war ein grenzwertiges, taktisches Foul von Pully, dass vom Schiedsrichtergespann als unsportlich taxiert wurde. Damit kam Dejan Hohler in der entscheidenden Phase zu zwei Freiwürfen, ohne dass danach der Ballbesitz wechselt. Er versenkte beide souverän, und die Partie war entschieden.

Das Traumfinale

Damit zieht die Alte Kanti Aarau zum zweiten Mal in Folge ins Finale der Nationalliga B ein. Gegner wird Vevey, der Halbfinalgegner des Vorjahres, der sich ebenfalls in zwei Spielen gegen Swiss Central Basket durchsetzen konnte.

Die beiden grössten Fanbewegungen, und die beiden besten Teams der regulären Saison treffen damit im Traumfinale aufeinander. Am Sonntag, den 5. Mai um 16:00 wird der erste Akt in der Telli Sporthalle angepfiffen.