Handball
Vom Glanz vergangener Tage ist nicht viel übrig

Der BSV Bern Muri holt gegen Suhr Aarau die budgetierten zwei Punkte. Beim 33:21-Erfolg gegen die Aargauer fiel die Entscheidung für die Berner früh. Bereits ab der 20. Minute geriet Suhr Aarau deutlich in Rückstand.

Reto Pfister
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Calle Ekberg war mit vier Toren drittbester HSC-Schütze.

Calle Ekberg war mit vier Toren drittbester HSC-Schütze.

Wagner

Im Jahr 2000 holte der TV Suhr den Schweizer Meistertitel. Zwölf Jahre später ist vom Glanz, den die Aargauer zur Jahrtausendwende verströmten, nicht viel übrig geblieben. Mittlerweile heisst der Verein nach der Fusion mit dem BTV Aarau HSC Suhr Aarau, hat wesentlich bescheidenere finanzielle Mittel zur Verfügung und kämpft gegen den Abstieg aus der NLA.

Die Berner erspielten sich einen Vorsprung

In der gestrigen Auswärtspartie beim BSV Bern Muri wurde klar, warum. Suhr Aarau geriet ab der 20. Minute deutlich in Rückstand. Hätten die Berner in der zweiten Halbzeit nicht zeitweise nachgelassen, wäre auch ein höherer Sieg als 33:21 möglich gewesen. Der Gastgeber holte die budgetierten Punkte und schuf die Voraussetzungen, nicht in ein unnötiges Zittern in den Kampf um einen Finalrundenplatz verwickelt zu werden. Mit einer soliden Teamleistung erspielten sich die Berner bereits zur Pause (19:9) einen klaren Vorsprung.

Es war eine Partie, in der andere Spieler aus dem BSV-Team herausragten als noch am letzten Samstag im Europacup gegen Kaustik Wolgograd. Akzente setzte etwa Tobias Baumgartner. Der Rückraumspieler erzielte sieben Tore. Er schied allerdings in der 55. Minute verletzt aus. Es besteht Verdacht auf eine Bänderverletzung.

Der letzte Woche verpflichtete Slowene Luka Denic kam während den letzten zehn Minuten zum Einsatz. Er scheint sich langsam ins Team zu integrieren. Denic erzielte zwar kein Tor, setzte aber seine Mitspieler mit raffinierten Pässen in Szene und ermöglichte in der Schlussphase den jungen Flügeln Oliver Räz und Valentin Striffeler weitere Torerfolge.

Gegen die früheren Kollegen

Eine spezielle Begegnung war die Partie gegen Suhr Aarau für Thomas Heer. Der Kreisläufer, spielte in der vergangenen Saison noch für die Aargauer. «Ich habe noch viel Kontakt mit früheren Teamkollegen», sagte Heer. «Sie haben mir angekündigt, dass sie uns einen harten Kampf liefern wollen. Wir haben jedoch frühzeitig das Spiel in für uns richtige Bahnen lenken können.»

Der 21-Jährige hofft, dass Suhr Aarau in der NLA bleiben kann. «Der Aargau ist eine Handball-Hochburg. Es wäre tragisch, wenn kein Verein mehr in der obersten Spielklasse spielen würde.» Genau dies könnte jedoch Tatsache werden.