Nach einem deutlichen Auftaktsieg von Schönenwerd im diesjährigen Playoffachtelfinal schien sich am Samstag der Schlendrian in den Reihen der Schwarz-Gelben eingeschlichen zu haben. Diese erlaubten sich von Beginn weg ungewohnt viele Ungenauigkeiten und gewährten den Gästen aus Jona dadurch genügen Spielraum, welchen diese auch sogleich ausnutzten. 

Schönenwerd schien gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Gegner kein richtiges Rezept zu finden und sah sich schon bald einmal mit einer drohenden 0:3-Klatsche konfrontiert. Dieses Szenario konnte aber nicht nur dank einem unermüdlich ackerndem Esten Kollo sowie den Servicegeschossen Rocamoras abgewendet werden und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich hatte der Favorit aus dem Niederamt sein Schicksal in den eigenen Händen. Statt jedoch die Aufholjagd mit dem Spielgewinn zu krönen viel Schönenwerd wieder ins alte Fahrwasser zurück und musste sich schlussendliche überraschend dem Underdog vom Obersee beugen.

Powerplay am Sonntag

Die Entscheidung in dieser Serie musste also im dritten Akt fallen und in diesem erwischten die Niederämter den deutlich besseren Start als noch am Vortag. Die Platzherren wirkten frischer und schafften es mit ihrer Präsenz den Gästen das Spieldiktat aufzuzwingen. Allen voran der Mexikaner Guerra, welcher mit seinen Geschossen von der Aufschlaglinie klarstellte, dass am heutigen Tage keine Geschenke verteilt werden.

Auch die Abstimmung in der Defensivabteilung Schönenwerds funktionierte nun um Klassen besser als noch am Samstag, ein Segment welches von Coach Ristoski in der Matchanalyse als ausschlaggebender Faktor genannt wurde. Die logische Konsequenz daraus war der verdiente Satzgewinn, was dem überzeugenden Auftritt Schönenwerds aber keineswegs ein Ende setzte. Im Gegenteil, basierend auf einer weiterhin bärenstarken Leistung am Aufschlag zogen die Solothurner auch im nächsten Satz schon früh davon und gingen mit einer klaren Führung in die Halbzeitpause.

Bekannter Gegner im Halbfinal

Auch als man kurz darauf mit dem Halbfinalticket vor Augen noch strauchelte und dem Gegner einen Satzgewinn zugestehen musste liess sich Schönenwerd nicht aus der Ruhe bringen. Die Reaktion viel nämlich umso heftiger aus:  Angeführt von Topscorer Rocamora setzten die Platzherren zum Schlussspurt an und liessen den Gegner aus Jona dabei weit hinter sich. Es war schlussendlich dem eifrigsten Punktesammler der Partie, dem Mexikaner Guerra, überlassen mit einem weiteren Servicewinner den Deckel zu zu machen und dadurch das Ticket in den Halbfinal endgültig zu lösen.

In diesem trifft man nun auf Biogas Volley Näfels, ein Gegner welcher die Niederämter in  jüngster Vergangenheit immer wieder vor Probleme gestellt hatte. Tritt man aber in ähnlich überzeugender Manier gegen die Glarner an wie in den beiden Siegen gegen Jona, dann darf man sich auf einen äusserst unterhaltsame Halbfinalserie gefasst machen.