Fussball
Vizepräsident Foti Konstantin wähnt den FC Rothrist noch nicht in Sicherheit

Beim FC Rothrist scheint die Welt wieder in Ordnung zu sein. Von Platz 13 aus in die Rückrunde gestartet, haben sich die Wiggertaler in den sieben bisherigen Partien über den Strich gekämpft und sich ein beruhigendes Sechs-Punkte-Polster erarbeitet.

Pascal Kamber
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Foti Konstantins Alltag dreht sich als Vizepräsident und Geschäftsinhaber um Fussball und Autos.

Foti Konstantins Alltag dreht sich als Vizepräsident und Geschäftsinhaber um Fussball und Autos.

Pascal Kamber

«Obwohl bei uns trotz Trainerwechsel immer Ruhe herrschte, können wir sicher befreiter aufspielen», bestätigt Foti Konstantin die entschärfte Situation auf dem Sportplatz Stampfi. Der FCR-Vizepräsident wähnt das Fanionteam in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 jedoch noch lange nicht in Sicherheit.

«In den letzten Runden war stets eine Überraschung dabei», sagt Konstantin. Weil die unter dem Strich klassierten Klubs noch nicht abgestiegen seien, «heisst das für uns, dass wir noch sieben bis neun Punkte für den Ligaerhalt benötigen.» Diesbezüglich spricht zumindest die Statistik für den FC Rothrist: Waren es in 13 Vorrundenspielen nur 0,9 Punkte pro Spiel, hat sich dieser Wert nach der Hälfte des Rückrundenprogramms auf zwei Zähler im Schnitt mehr als verdoppelt.

Die Rückkehrer brachten frischer Wind

Den frischen Wind beim FC Rothrist bringt Foti Konstantin mit der Rückkehr von Willy Neuenschwander und dessen Assistenten Leonardo Moccia in Verbindung. «Die Mannschaft ist fitter und wurde nicht geschont. Letzten Sommer war die Vorbereitung ungenügend, auch wegen der Absenzen einiger Leistungsträger», sagt der 53-jährige Inhaber der Garage F.+M. Konstantin AG in Oftringen.

Zudem sei es von Vorteil gewesen, einige Trainingseinheiten sowie Freundschaftsspiele auf dem Kunstrasen in Schötz austragen zu dürfen. War es also ein Fehler, das erfolgreiche Trainerduo letzten Juni nach dem Aufstieg aus der 2. Liga zum FC Wangen b.O. ziehen zu lassen? «Im Nachhinein ist man immer schlauer, vielleicht hätten wir ein oder zwei Gespräche mehr führen müssen», sagt Konstantin.

Der gebürtige Grieche, der 1988 als Spieler vom FC Kölliken zur zweiten Mannschaft des FC Rothrist gestossen und seit über 20 Jahren als Vizepräsident tätig ist, und seine Vorstandskollegen hätten Neuenschwander die Chance, nochmals einen 1.-Ligisten zu coachen, aber nicht nehmen wollen. «Wenn du in einer solchen Situation Druck machst, ist das Risiko gross, dass man im Streit auseinander geht», sagt Konstantin, «dann hätte es keine Rückkehr gegeben.»
Umso froher ist Foti Konstantin, dass er die vorzeitige Vertragsverlängerung des Trainerduos um ein weiteres Jahr bekannt geben kann. So lässt sich die zweite Rückrundenhälfte etwas einfacher angehen, stehen doch mit dem Heimspiel gegen Lenzburg, dem anschliessenden Derby in Zofingen sowie dem Duell mit Tabellenführer Red Star happige Herausforderungen bevor.

«Wir bringen die Erfolge nur mit unserem Teamgeist hin», sagt Konstantin und fordert von den Spielern Fleiss und Kampf. «Für uns spricht der Wille, oben zu bleiben», sagt er, «damit bewegst du auch etwas, wie beim Sieg gegen Olten mit den zwei späten Toren.»

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