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Vierte Pleite in Folge - dem FC Aarau geht die Puste aus

Die Aarauer sehnen nach einer kräftezehrenden Spielzeit das Saisonende herbei. Zum Glück ist der Ligaerhalt so gut wie sicher.

Marco Huwyler
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Sion war Aarau immer einen Schritt voraus.
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Gygax im Luftkampf unterlegen.
Sion jubelt: 2:0-Sieg gegen Aarau.
Sion jubelt - Aarau verliert.
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Sion gegen Aarau 2:0

Sion war Aarau immer einen Schritt voraus.

Keystone

Bereits zwei Mal hat der FC Aarau den FC Sion in dieser Rückrunde bezwungen. Der 2:0-Heimsieg im Brügglifeld am 22. März war die dritte Pleite der Walliser in Serie gewesen. Angesichts der bedrohlichen Lage am Tabellenende hatte das damalige Spiel Spekulationen genährt, Raimondo Ponte könne sich nicht mehr lange als Trainer auf dem Sittener Schleuderstuhl halten. Entsprechend enttäuscht und resigniert gab sich der 59-Jährige damals nach dem Spiel.

Einen Monat später trafen die beiden Mannschaften am Samstag wieder aufeinander. Ponte ist immer noch Trainer in Sion. Und an diesem windigen, typischen Aprilabend ist die Stimmungslage nach dem Spiel diametral anders. Sion hat sich dank eines 2:0-Heimsiegs aller Abstiegssorgen entledigt. Ponte frohlockt. Aarau hingegen bezog im Tourbillon die vierte Niederlage in Serie.

Nun ist es René Weiler, der einen gereizten, leicht resignativen Eindruck hinterlässt. «Ich habe nicht viele Optionen, die Mannschaft stellt sich beinahe von selbst auf», sagt der Aarau-Trainer nach dem Spiel. «Ich kann dem Team nicht viel vorwerfen, unser Energiehaushalt geht langsam dem Ende zu.»

Laut Weiler fehlt der Mannschaft im Moment die Kraft, weil sie in einer langen, zehrenden Saison mit einem schmalen Kader oft an ihr Leistungslimit gelangte. «Wir spielen halt einen sehr kräfteraubenden Fussball. Das geht an die Substanz.» In der Tat waren Weilers Team auch am Samstag wieder kaum die Leidenschaft und Kampfbereitschaft abzusprechen. Nur war es spielerisch bedenklich schwach, was die Aarauer ablieferten. Keine Torchance aus dem Spiel heraus konnte konstatiert werden. Was auch kein Wunder ist, wenn mit Sven Lüscher der torgefährlichste Spieler mangels Alternative im defensiven Mittelfeld aushelfen muss.

Glücklicherweise kommt die Aarauer Negativserie in einer Phase, in der man den Klassenerhalt schon praktisch sicher geschafft hat. Auch Weiler ist froh: «dass sich unser Kräfteschwund nicht schon einige Spiele früher bemerkbar machte.» Denn andernfalls hätte man durchaus nochmals in den Abstiegskampf geraten können. So aber kann Weiler nach wie vor zurecht von einer «fantastischen Saison» sprechen.

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