Lassen wir aber erst noch einmal den letzten Samstag revue passieren. Was war das für ein verrücktes Spiel, ein Schlagabtausch über 80 Minuten, bis Aarau innert einer Minute gleich doppelt getroffen hat. Ein Spiel mit Derby-Charakter. Und dieses Wochenende verspricht keine minder spannende Partie. Denn die Teams sind sich schon zwei Mal begegnet. Und es waren zwei Mal keine „normalen“ Partien.

Torschützin Lara Zürcher nach dem 2:0-Sieg gegen Schlieren

Torschützin Lara Zürcher nach dem 2:0-Sieg gegen Schlieren

Fangen wir bei der letzten Begegnung an, anfangs März dieses Jahr. Aarau reist an einem gewöhnlichen Sonntag nach Therwil, die Rückrunde steht gerade in der Anfangsphase. Doch aufgrund der Wetterverhältnisse sollte das Spiel anders ausgehen, als sich das die Aarauerinnen gewünscht hätten. Die Bälle waren schwierig zu spielen, der Wind machte ihnen einen Strich durch die Rechnung und liess sie die 1:0-Führung der Therwilerinnen nicht aufholen. Einer der spannendsten Punkte dieser Partie war das Tor, das umgekippt war. Hier sehen sie es noch einmal im Video:

Hier sehen Sie, wie die Spielerinnen gemeinsam mit dem Schiedsrichter das Tor der Aarauerinnen wieder aufrichtet

Hier sehen Sie, wie die Spielerinnen gemeinsam mit dem Schiedsrichter das Tor der Aarauerinnen wieder aufrichten

Wegen den starken Windböen im Baselland kippte das Tor der FCA-Frauen.

Vier Tore der erst 15-Jährigen Stürmerin

Doch dieser Begegnung ging eine andere zuvor, nämlich die der Hinrunde, gespielt im vergangenen Oktober. Und an diese erinnern wir uns gerne zurück. In der 14. Minute gingen die Gäste aus Therwil in Führung. Und verteidigten diese bis zur 68. Minute. Doch dann kam aus dem Nichts die damals erst 15-Jährige Alayah Pilgrim und schoss Therwil innert 16 Minuten ins Elend. Gleich vier Tore erzielte sie und sorgte so für ein kleines Wunder im Aarauer Schachen.

Hier noch einmal das Videointerview nach der Partie vom 27.10.18:

Vierfachtorschützin Alayah Pilgrim nach dem 4:2-Sieg der Aarauerinnen im Interview

Vierfachtorschützin Alayah Pilgrim nach dem 4:2-Sieg der Aarauerinnen im Interview

 

Auch die Torschützin der letzten Partie gegen Schlieren äusserte sich zum kommenden Samstag. „Das wichtigste ist, dass wir gesehen haben, dass wir aggressiv spielen können und das auch in die nächsten Partien mitnehmen“, sagt Lara Zürcher. Eine Kampfansage an Therwil?

Was sicher klar ist: An Spannung wird es im kommenden Match nicht mangeln. Aarau ist heiss darauf, die Saison auf dem fünften Tabellenplatz zu beenden und Derendingen noch zu überholen. Ausserdem können sie befreit aufspielen, da sie gegen hinten keinen Druck mehr haben. Und Therwil möchte sich zum Abschied bestimmt auch noch den einen oder anderen Punkt abholen.