Herbstlauf Muri

Viele Wege führen zum Erfolg: Axel Weisheit und Myriam Keiser siegen beim Herbstlauf Muri

Die Namen der Tagessieger am 19. Herbstlauf von Muri klingen vielversprechend: Axel Weisheit und Myriam Keiser heissen die glücklichen Gewinner. So dominieren beide denn auch das 10-km-Rennen. Doch während bei Weisheit die pure Freude herrscht, hadert Keiser mit sich.

Wenn das nicht für den gewünschten Kick sorgt: Axel Weihheit, der 36-jährige Sheraton-Hotel-Manager aus Aesch im Zürcher Säuliamt, nutzte den Herbstlauf aus mehreren Gründen. Die «geniale Strecke mit dem Wechsel zwischen Naturwegen und Asphalt, Tempo- und technischem Laufen, die prächtige Landschaft, das Familiäre» strich er hervor. Vor allem aber gewann der gebürtige Deutsche eine Gewissheit: «Ich bin bereit für einen Marathon-Sieg.»

Am nächsten Sonntag will er «diesen Traum verwirklichen». Der Bodensee Marathon mit seinen 42,195 km bildet den Anlass. Und das Rennen in Muri bestärkt ihn in seiner Zuversicht: «Ich bin in Form und konnte hinten hinaus zulegen.»

In dieser Schlussphase gelang es ihm denn auch, seine härtesten Widersacher, Markus Peter (Erlinsbach) und Isidor Christen (Buchrain) vorentscheidend zu distanzieren. Was aber nicht heisst, diese beiden seien nicht zu Siegergefühlen und -ehren gekommen: Peter als M40-Erster, Christen als M50-Sieger.

Myriam Keisers Leiden

Weniger optimistisch äusserte sich Frauensiegerin Myriam Keiser. Die 27-Jährige aus Rotkreuz nutzte den Herbstlauf mit der überblickbaren Konkurrenz als Test: «Für mich war es ein Wiedereinstieg nach den Oberschenkel-Beschwerden und einer längeren Pause», sagte sie. Die ausgeheilte Verletzung bereitete ihr zwar keine Probleme, dafür stellte sie wenig überraschend fest: «Die Grundlagen fehlen, und ich musste leiden.»

Doch das viel ihr in diesem Rahmen leichter. Sie, die frühere Muri-Siegerin, konzentrierte sich vermehrt auf die Umgebung als auf Sekunden, Pulswerte, sich-ständig-Fordern. Und so bilanzierte sie denn: «Ich bin mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden, aber sie entspricht der Realität.»

Und Zeit zum Aufbauen bleibt ihr noch etwas. Am Lucerne Marathon Ende Oktober will sich die Medizinische Praxisassistentin über die Halbmarathondistanz wieder in akzeptabler Verfassung präsentieren.

Profitieren vom optimalen Laufwetter und geniessen konnten das Rennen ein Grossteil aller Aktiven - Sonnenschein, angenehm, mit einer wunderbaren Stimmung. Persönliche Bestmarken fielen häufig und strahlende Gesichter waren dementsprechend ebenfalls zahlreich. Mit gut 500 Teilnehmern glückte auch ein zufriedenstellendes Meldeergebnis. 

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