Auch an der 7. Ausgabe führte SRF-3-Moderatorin Judith Wernli wie gewohnt mit viel Charme und Witz durch den Abend. Zu den Höhepunkten zählten die Ehrungen von verdienten Persönlichkeiten aus der Aargauer Fussballszene. Zunächst durfte Gezim Zeqiraj vom FC Othmarsingen die Torjägerkrone aus den Händen von Aarau-Sportchef Sandro Burki entgegennehmen. Für Zeqiraj bedeute es nach 2015 und 2017 bereits die dritte (!) Topskorer-Ehrung in 4 Jahren – im Gegensatz zur Saison 2016/17 war der Ausgang in der letzten Spielzeit deutlich knapper; erst in der Nachspielzeit am letzten Spieltag gelang Zeqiraj sein 32. Saisontreffer, womit er quasi in letzter Sekunde seinen härtesten Widersacher Durim Ibrahimi vom FC Frick noch überflügelte.

In der abgelaufenen Vorrunde war Zeqiraj in 12 Partien für seinen FC Othmarsingen 10-mal erfolgreich, 5 weniger als der aktuell führende Klingnauer Shqiprim Thaqai. «Ich habe zwar momentan noch 5 Tore Rückstand», sagte Zeqiraj, der mit seinen beiden Söhnen auftrat, «doch wer mich kennt, der weiss, dass ich alles daransetzen werde, um auch nächstes Jahr wieder auf dieser wunderbaren Bühne zu stehen».

Leuenberger, Strauss und FC Muri geehrt

Zum «Schiedsrichter des Jahres» wurde Michael Leuenberger (Oftringen) von FIFA-Assistentin Belinda Pierre gekürt, aufs Podium geschafft haben es Davor Nevistic und Bekir Albayrak. Seit nunmehr 25 Jahren arbitriert Leuenberger und zeigte sich nach der Ehrung sichtlich gerührt: «Es ist quasi das I-Tüpfelchen und eine Art Auszeichnung für mein Lebenswerk!» Als ob die Auszeichnung zum «Schiedsrichter des Jahres» nicht Grund zur Freude genug gewesen wäre, feierte Leuenberger an diesem Tag auch noch den 5. Jahrestag mit seiner Partnerin Nicole. «Es ist schlicht der perfekte Abend!», schwärmte der 41-Jährige.

Bei der Wahl zum «Funktionär des Jahres» machte Jacqueline Strauss vom FC Baden das Rennen: Seit über 27 Jahren ist Strauss die «gute Fee» des FCB – wie Leuenberger zeigte sich auch Strauss überwältigt: «Der Preis ist eine riesengrosse Ehre. Er gehört aber dem ganzen FC Baden, ohne ihn und den ganzen Staff wäre ich nämlich niemals ausgezeichnet worden.» Wenn es nach der 53-Jährigen geht, dann wird es in rund 7 Monaten erneut etwas zu jubeln geben: «Ich wünsche mir den Aufstieg in die Promotion League so sehnlichst, schliesslich scheiterten wir in den letzten Jahren mehrmals nur hauchdünn.» Den Award überreichte der Aargauer Regierungsrat Alex Hürzeler. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Hans Hübscher (FC Muri) und Theo Fricker (FC Niederlenz).

Zehn statt fünf Vereine prämiert

Ab sofort kann sich der FC Muri mit dem Titel «Vorbildlichster Verein der Saison 2017/18» schmücken. Die Freiämter haben in den Kategorien «Fairplay», «Schiedsricher-Einsätze», «Engagement» und «Bussen und Gebühren» am besten abgeschnitten. Ein sichtlich stolzer Präsident Erich Probst nahm die prestigeträchtige Auszeichnung mit einem Preisgeld von 7500 Franken aus den Händen von Trainer-Kultfigur Gilbert Gress entgegen und freute sich immens.

In den weiteren Rängen folgten der FC Frick (2., 4000.- Preisgeld), FC Merenschwand (3., 3000.-), FC Erlinsbach (4., 2000.-), FC Fislisbach (5., 1000.-), SC Schöftland (6., 900.-), FC Baden (7., 800.-), FC Wohlen und SC Zofingen (ex aequo 8., je 700.-) sowie der FC Beinwil am See (10., 500.-). Erstmals überhaupt wurden vom AFV zehn statt wie bis anhin deren fünf Vereine prämiert. Zudem wurde auf dieses Jahr hin die ausgeschüttete Preissumme verdoppelt (insgesamt 21‘000.-).

Aemisegger: «Es war erneut ein wunderbarer Abend!»

Neben den Ehrungen stand das Show-Programm im Zentrum. Zum einen sorgte der renommierte Kabarettist Massimo Rocchi mit seinem unverkennbaren Humor für zahlreiche Lacher im rappelvollen Saal. Danach unterhielt Entertainer Ivo Studer, der im Jahr 2017 zum Yo-Yo-Weltmeister gekürt wurde, die Anwesenden bestens und sorgte für einige staunende Gesichter.

AFV-Präsident Hans Aemisegger zeigte sich ausserordentlich zufrieden: «Es war erneut ein wunderbarer Abend! Unser Anlass hat sich über die Jahre etabliert und ist aus der regionalen Fussball-Agenda nicht mehr wegzudenken.»