Challenge League

Viele Gewinner, einige Verlierer: Drei Erkenntnisse zum 4:1-Sieg des FC Aarau gegen Wil

Die Youngsters geben den Tarif durch: Alounga bejubelt mit Lujic den Treffer zum 4:1.

Die Youngsters geben den Tarif durch: Alounga bejubelt mit Lujic den Treffer zum 4:1.

0:5-Pleite gegen GC und 4:1-Sieg gegen Wil: Der FC Aarau zeigte beim Re-Start nach der Coronakrise innert fünf Tagen zwei Gesichter: Was folgt am nächsten Freitag in Chiasso?

Der erste Heimsieg des FC Aarau nach neun Monaten (!) war für Trainer Patrick Rahmen und seine Mannschaft ein Befreiungsschlag. Drei Erkenntnisse eines Spiels mit vielen Gewinnern und einigen Verlierern.

Jugend forscht beim FC Aarau

Es ist gut möglich, dass der 4:1-Erfolg des FC Aarau gegen Wil einen Generationenwechsel einleitet. Mit Stevan Lujic, 18, Yvan Alounga, 18, Nicholas Ammeter, 19, Liridon Balaj, 19, Raoul Giger, 22, und Mats Hammerich, 22, standen gleich sechs junge Spieler in der FCA-Startformation. Alounga und Lujic schossen je ein Tor. Donat Rrudhani, 21, erzielte Sekunden nach seiner Einwechslung das zwischenzeitliche 2:1. Auch Kevin Spadanuda, 23, wurde eingewechselt. Diese Talente sind zweifellos ein Versprechen für die Zukunft!    

Der 18-jährige Alounga verbuchte gegen Wil seinen 4. Saisontreffer.

Der 18-jährige Alounga verbuchte gegen Wil seinen 4. Saisontreffer.

Befreiungsschlag für den Trainer

FCA-Trainer Patrick Rahmen wurde nach dem 0:5 gegen GC zurecht kritisiert. Die Taktik mit einer Dreierabwehrkette und den Aussenläufern Miguel Peralta und Damir Mehidic ging voll in die Hose. Beim 4:1-Sieg gegen Wil setzte Rahmen auf ein 4-4-2-System. Er scheute sich nicht, die Routiniers Francois Affolter, Jérôme Thiesson und Markus Neumayr auf der Bank zu lassen. Die Rechnung ging auf. Elsad Zverotic in der neuen Rolle als Abwehrchef und Rückkehrer Olivier Jäckle als Denker und Lenker verliehen dem Team Stabilität. 

Rahmens Systemwechsel machte sich gegen den FC Wil bezahlt.

Rahmens Systemwechsel machte sich gegen den FC Wil bezahlt.

Drittbeste Offensive der Challenge League

Dass der FC Aarau mit 50 Gegentreffern in 25 Spielen die Schiessbude der Challenge League ist, wirft kein gutes Licht auf das Defensivverhalten der Mannschaft. Bei aller Kritik vergisst man allerdings, dass Rahmens Team mit 41 Toren die drittbeste Offensive der zweithöchsten Spielklasse hat. Besser sind nur Lausanne (61) und Vaduz (50). GC kommt auf 40 Treffer, ist also um ein Tor schlechter als die Aarauer. Wer weiss? Vielleicht läuft die FCA-Torfabrik am Freitag in Chiasso erneut auf Hochtouren.

In der Offensive läuft es: 41 Tore konnte der FCA in der laufenden Spielzeit verbuchen.

In der Offensive läuft es: 41 Tore konnte der FCA in der laufenden Spielzeit verbuchen.

Autor

Ruedi Kuhn

Ruedi Kuhn

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