Robin Grossmann

Viel Schlaf, Baden in der Eistonne und auch mal ein Bier: Diese Tipps gibt der Aargauer Eishockey-Star den Spielern des FC Aarau

Auf die Fussballer warten 13 Spiele in 43 Tagen – Robin Grossmann hat sich einst mit Davos in 21 Spielen innert 47 Tagen zum Schweizer-Eishockey-Meister gekrönt.

Auf die Fussballer warten 13 Spiele in 43 Tagen – Robin Grossmann hat sich einst mit Davos in 21 Spielen innert 47 Tagen zum Schweizer-Eishockey-Meister gekrönt.

Auf den FC Aarau wartet bis Ende Juli ein Mammutprogramm: Der Aargauer Eishockeyprofi Robin Grossmann, Experte in Sachen Extrembelastung, teilt seine Playoff-Tipps mit den Fussballern. Ernährung, Erholung, Familie - der dichte Spielkalender bedarf Anpassungen an allen Fronten.

Es ist die grosse Unbekannte vor der Wiederaufnahme der Meisterschaft: Wie reagieren die Fussballer auf die hohe körperliche Belastung? Das Auswärtsspiel am Freitagabend gegen GC lanciert für den FC Aarau ein Mammutprogramm: 13 Spiele in 43 Tagen – gewohnt sind sich die Profis in solch einem Zeitraum nicht mal halb so viele Ernstkämpfe.

Anders im Eishockey: Dort werden in fünfeinhalb Monaten 50 Qualifikationsrunden gespielt – ein Vorgeschmack auf das, was danach folgt: die Playoffs. Dienstag – Donnerstag – Samstag, maximal zwei freie Tage zwischen zwei Partien, physischer und psychischer Ausnahmezustand für die Spieler. 2009 wird der HC Davos als Erstes und bislang einziges Team mit der maximal möglichen Anzahl Spiele Meister: je sieben in der Viertelfinal-, Halbfinal- und Finalserie. 21 Spiele in 47 Tagen – Wahnsinn!

Damals Teil der Bündner Duracell-Truppe war der Aargauer Robin Grossmann seit 2018 beim HC Lausanne unter Vertrag. Der 32-Jährige erinnert sich an die Playoffs 2009, als wären sie erst gestern zu Ende gegangen. Nicht nur, weil sie in seinem ersten von bislang zwei Meistertiteln gipfelten, direkt vor Augen hat er auch die Bilder nach dem entscheidenden Finalspiel: «Fotografen stürmten in die Kabine und wollten Partybilder machen. Doch wir Spieler sassen nur da, tranken ein paar Bier und redeten miteinander – zum Tanzen und Singen war einfach keine Kraft mehr da.»

Wer, wenn nicht Grossmann ist Experte in Sachen hoher körperlicher Belastung? Wer, wenn nicht er kann den Fussballern wertvolle Tipps geben vor deren anstrengendsten Wochen ihrer Karriere?

Der Freiämter sagt nach der AZ-Anfrage sofort zu. Was Fussball angehe, sei er zwar der klassische EM- und WM-Schauer. Aber als Aargauer schlägt sein Herz für den FC Aarau – «Ehrensache». Bleibt zu hoffen, dass Grossmanns Tipps nützen: Denn neben der körperlichen Extrembelastung haben die FCA-Profis den Druck, in den nächsten 43 Tagen in die obere Tabellenhälfte klettern zu müssen.

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