Handball

Viel fehlte nicht – aber es fehlte

Der STV Baden verlor das Limmat-Derby gegen den HSG Siggenthal/LC vom Stein äusserst knapp (Archivbild).

Der STV Baden verlor das Limmat-Derby gegen den HSG Siggenthal/LC vom Stein äusserst knapp (Archivbild).

Der HSG Siggenthal/LC vom Stein entscheidet das Limmat-Derby knapp für sich und hält die Serie damit weiter am Leben. 

Not gegen Elend – aber vor einer grossartigen Kulisse. So lässt sich die sechste Auflage des NLB-Derbyklassikers auf den Punkt bringen. In einem intensiven, aber nicht gerade hochklassigen Spiel traten beide Seiten mit einer reduzierte Spielerbank von je einem Dutzend Akteuren an, von denen sich nur eine Handvoll entscheidend in Szene setzen konnte. 

Das lag nicht zuletzt an der aggressiven Verteidigungsstrategie der Siggenthaler, die praktisch 60 Minuten lang eine Doppelmanndeckung auf Björn Navarin (3/8) und Pascal Bühler (4/8) spielten. Was einen gepflegten Spielaufbau weitgehend verhinderte und dem Städtli-Spiel viel Wucht nahm. Baden gelang es zwischenzeitlich trotzdem, sich mit ein paar Toren abzusetzen, bis zur Halbzeit lag SCS/LCV aber wieder einen Treffer vorne.

Blick wieder nach vorne richten

10:11 nach 30 Minuten – so das Fazit nach beiden Halbzeiten. Schlussresultat 20:22. Florian Legoll (6/6) glänzte zwar mit einer makellosen Chancenauswertung, und Marco Wyss und Michael Schoch hielten Baden mit starken Paraden im Spiel, gegen Daniel Merz (7/10), Marius Moser (7/12) und die wichtigen Big Saves von Benjamin Rudolf gegen Ende des Spiels war letztlich aber kein Kraut gewachsen. Die stimmgewaltige Unterstützung durch die «rote Wand» besorgte noch den Rest, womit SCS/LCV auch in der sechsten Auflage des Limmat-Derbys ohne Niederlage blieb. Nun denn, der erste Badener Sieg wird umso süsser sein...

Städtli 1 tut gut daran, die Häme von flussabwärts zu ignorieren und den Blick nach vorne zu richten: Die von epischem Verletzungspech verkachelte Saison 2015/2016 ist längst nicht beendet. 12 Punkte werden in den kommenden sechs Runden noch vergeben – ein paar davon müssen unbedingt aufs Badener Konto. 

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