GC hat durchschnittlich 6822 Fans pro Spiel. Kein Wunder, will der Traditionsverein der Stadt nicht mehr 2 Millionen Franken Miete und 700000 Franken Sicherheitskosten für das Letzi hinblättern. GC droht deshalb längst mit dem Wegzug – womöglich ins Aarauer Brügglifeld (wir berichteten, siehe az-Links). «GC kann und will sich das Stadion zu den jetzigen Konditionen schlicht nicht mehr leisten», sagt GC-Präsident Urs Linsi dem «Blick».

Lange dachte man, dass Linsi mit dieser Aussage bessere Konditionen bei der Stadt Zürich aushandeln möchte. Doch schwer getäuscht: Denn FCA-Vizepräsident Roger Geissberger bestätigte längst gegenüber der az und TeleM1, dass eine konkrete Anfrage von GC beim FC Aarau einging. Trotz allem gibts nach wie vor zwei, drei Knackpunkte, wie etwa die Sicherheitsfrage, die noch nicht geklärt sind.

Bewilligung für Super-League-taugliches Brügglifeld

Ein grosser Knackpunkt scheint aus dem Weg geräumt zu sein: Das Brügglifeld ist eigentlich gar nicht mehr Super-League-tauglich. Doch GC könnte von der folgenden Regel der Schweizer Liga profitieren, dort heisst es im Wortlaut: «Für die Saison 11/12 und die folgende darf eine Ausnahmebewilligung nur erteilt werden, wenn der Lizenzbewerber gleichzeitig mit dem Lizenzgesuch für die Saison 11/12 einen schriftlichen Nachweis der Einreichung eines Baugesuches für einen Stadionneubau erbringt.» Und dies ist in Aarau mit dem neuen Stadion «Torfeld Süd» längst der Fall.

Damit die GC-Fans den Aufwand nicht scheuen werden, zukünftig nach Aarau zu fahren, soll ihnen die Reise zum Heimspiel nach Aarau bezahlt werden. Laut «Blick» soll bereits ein Sponsor gefunden worden sein, der sämtliche SBB-Kosten für die GC-Fans übernimmt.

Stadt Zürich will GC

Die Stadt Zürich ist dennoch nach wie vor überzeugt, dass GC die Stadt nicht verlässt, wie Gerold Lauber, Vorsteher des Sportdepartements der Stadt Zürich, im exklusiven Interview der az bestätigt (siehe az-Link). «Es wäre schade, wenn GC gehen würde. Aber es ist legitim, wenn GC nach der Kündigung nach alternativen Austragungsorten sucht», sagt Lauber der az. «Ich bin zuversichtlich, dass GC auch in der kommenden Saison in der Stadt Zürich spielt.» Man werde bestimmt noch eine für beide Parteien eine geeignete Lösung finden, so Lauber. Eine Forstetzung folgt bestimmt! (az)