HSC Suhr Aarau
Vertragsverlängerung hat noch nicht geklappt: Bei Nikola Isailovic stehen die Zeichen auf Abschied

Kaum ist die abgelaufene Saison vorbei, steht schon wieder die kommende Spielzeit im Fokus. Bis auf Nikola Isailovic, dessen Vertrag Ende Mai ausläuft, ist das Kader komplett. Ob der Serbe beim HSC Suhr Aarau bleibt, ist auch am Tag nach dem Playoff-Aus offen.

Dean Fuss
Merken
Drucken
Teilen
Akte Nikola Isailovic: Der HSC Suhr Aarau will ihn behalten, aber die Zeichen stehen auf Abschied.

Akte Nikola Isailovic: Der HSC Suhr Aarau will ihn behalten, aber die Zeichen stehen auf Abschied.

Alexander Wagner

Aus und vorbei! Mit der 23:25-Niederlage im alles entscheidenden Spiel 5 der Playoff-Viertelfinalserie gegen Wacker Thun endete am späten Donnerstagabend die Saison des HSC Suhr Aarau. Erst in der Verlängerung musste sich die arg dezimierte Mannschaft von Cheftrainer Misha Kaufmann dem Titelverteidiger und Cupsieger nach hartem Kampf geschlagen geben. Um 22.05 Uhr war es schliesslich amtlich: Für den HSC ist die Saison vorbei.

Keine 24 Stunden später traf sich das Team am Freitagabend zu einem kurzfristig improvisierten Saisonausklang beim Pizzaessen. «Dieser Anlass ist etwas aus der Not geboren. Wir wurden durch diese Niederlage aus der Saison gerissen. Das haben wir so nicht vorausgeplant. Irgendwie fühlt sich das jetzt speziell an», sagt Kaufmann.

So nah sind sich Enttäuschung und Jubel: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten nach der Schlusssirene.
16 Bilder
Auch bei Lukas Laube ist die Enttäuschung grenzenlos.
Die grosse Enttäuschung beim HSC Suhr Aarau nach der Schlusssirene.
Publikumsliebling Martin Prachar, der seine Karriere mit Ablauf dieser Saison beendet hat, verabschiedet sich mit einem Herz von den HSC-Fans.
Enttäuschung über das Aus: HSC-Kreisläufer Lukas Laube sitzt nach Spielschluss am Boden
Mit vereinten Kräften: Die HSC-Abwehr blockt einen Freiwurf von Wacker.
Jubel bei Wacker: Sven Krainer feiert den Sieg in Aarau.
Freude bei Thun: Nicolas Suter, Jonas Dähler und Damien Guignet jubeln.
Aus und vorbei: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten verbirgt den Kopf im Dress.
Hart, aber fair: Der ehemalige HSC-Spieler Nicolas Suter wird gebremst.
HSC-Flügelspieler Timothy Reichmuth mit voller Überzeugung im Blick im Abschluss.
HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann richtet das Wort an seine Mannschaft.
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten wird beim Abschluss gestört.
HSC-Kreisläufer Lukas Laube im Abschluss.
Manuel Zehnder, HSC-Rückraumspieler, in der Offensive.
HSC-Flügelspieler David Poloz in Aktion.

So nah sind sich Enttäuschung und Jubel: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten nach der Schlusssirene.

Alexander Wagner

Das Pizzaessen ist der letzte Akt vor einer rund zehntägigen Trainingspause. Spieler und Staff sollen ein paar Tage Zeit zum Abschalten finden, bevor es dann mit frischen Kräften bereits in die Vorbereitung auf die kommende Saison los geht. Anfang Juli stehen für Spieler und Staff die Sommerferien an, am 22. Juli startet dann die intensive Saisonvorbereitung vor der Spielzeit 2019/20, die Ende August lanciert wird.

In der Akte Isailovic Zeichen stehen auf Abschied

Martin Prachar und Beau Kägi werden dann nicht mehr dabei sein, zumindest nicht als Spieler. Der 39-jährige Tscheche und 25-jährige Zürcher haben ihren Rücktritt auf das Ende der abgelaufenen Saison gegeben. Beide werden aber auch künftig mit dem HSC verbunden bleiben: Prachar ist daran, ein Projekt im Umfeld des Vereins aufzugleisen, Kägi übernimmt eine Funktion im administrativen Bereich der ersten Mannschaft zur Entlastung von Cheftrainer Kaufmann.

Ob Nikola Isailovic in der kommenden Saison noch im HSC-Kader stehen wird, ist derzeit sehr fraglich. «Wir wollen ihn behalten, aber er ist nur finanzierbar, wenn wir einen Job für ihn finden», sagt HSC-Sportchef Michael Conde. Eine Anstellungsmöglichkeit für den 32-jährigen Serben ist derzeit allerdings nicht in Aussicht. Die Zeichen stehen auf Abschied.

Mit Sergio Muggli hat der HSC bereits Mitte März einen ersten und bisher einzigen Zuzug auf die Spielzeit 2019/20 bekannt gegeben. Der 25-jährige Spielmacher kommt von GC Amicitia und soll Co-Captain Tim Aufdenblatten entlasten. Weitere Zuzüge plant man beim HSC gemäss Conde derzeit keine, ausser «ein paar Ergänzungen, die wir aus dem Nachwuchs nachziehen».

1500 Zuschauer: Rekord

1500 Zuschauerinnen und Zuschauer waren während der Finalissima in der Aarauer Schachenhalle live mit dabei. Das ist neuer Rekord für den HSC Suhr Aarau. Erstmals konnte die Halle als «ausverkauft» vermeldet werden. In den Meisterjahren um die Jahrtausendwende waren in den entscheidenden Spielen jeweils bis zu 2400 Zuschauer an selber Stätte live mit dabei – damals spielte der Verein noch als TV Suhr.

Die Entwicklung der Zuschauerzahlen ist erfreulich: Insgesamt 15 474 Eintritte verzeichnete der HSC seit Saisonbeginn im vergangenen August. Das sind bei 15 Heimspielen im Schnitt 1032 Zuschauer pro Partie. Damit ist der Schnitt in den drei Saisons seit dem Aufstieg von 716 (2016/17) auf 925 (2017/18) und nun über 1000 gestiegen.

Und das nächste Highlight steht bereits fest: Denn auch das Testspiel gegen Andy Schmids Rhein-Neckar Löwen vom 31. Juli ist seit langer Zeit restlos ausverkauft.