Die NLA-Saison geht langsam aber sicher in die entscheidende Phase. Noch drei Partien stehen für den HSC Suhr Aarau in den kommenden zwei Wochen in der Finalrunde auf dem Programm. Mitte April beginnen die Playoff-Viertelfinals. Neben der Platte läuft bereits der Schlussspurt in den Planungen für die kommende Saison.

Und da hat der Aargauer NLA-Klub Erfreuliches zu vermelden: einen Neuzuzug. Sergio Muggli wechselt auf die neue Saison hin von NLA-Abstiegsrundenteilnehmer GC Amicitia zum HSC Suhr Aarau. Der Rückraumspieler soll Co-Captain Tim Aufdenblatten in seinen Aufgaben entlasten und ihm mehr Luft verschaffen.

Sergio Muggli hat beim HSC Suhr Aarau einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Sergio Muggli hat beim HSC Suhr Aarau einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Muggli hat beim HSC einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben. Der 1,77 Meter grosse und 84 Kilogramm schwere Rückraumspieler ist ein versierter Spielmacher, der es versteht, seine Mitspieler in Szene zu setzen.

Aus dem GC-Nachwuchs zu den Kadetten und zurück

Muggli hat seine Profi-Karriere im Jahr 2012 im Dress der Kadetten Schaffhausen lanciert. Beim Schweizer Branchenprimus feierte der heute 25-Jährige vier Meister- und zwei Cup-Titel. Zudem sammelte er Europacup-Erfahrungen.

Sergio Muggli (M.) wird auch beim HSC Suhr Aarau die Rückennummer 22 tragen.

Sergio Muggli (M.) wird auch beim HSC Suhr Aarau die Rückennummer 22 tragen.

Auf die Saison 2017/18 kehrte Muggli nach einem Abstecher in die 2. Bundesliga zu seinem Jugendverein GC Amicitia zurück. Beim aktuell Letztplatzierten der NLA-Abstiegsrunde trägt Muggli das Trikot des Topskorers. Bei GC deutet alles auf eine Playout-Serie hin – das zweite Jahr in Folge.

Vorfreude auf die Heimkulisse in der Schachenhalle

«Ich freue mich auf die neue Herausforderung und darauf, vor einer solchen Heimkulisse wie sie der HSC Suhr Aarau hat, spielen zu dürfen», wird Muggli im Communiqué seines baldigen Arbeitgebers zum Transfer zitiert.

Glücklich ist man auch beim Klub: «Wir sind stolz, dass wir einen der erfolgreichsten aktiven Schweizer Spieler mit grosser Erfahrung von unserem Weg und Konzept überzeugt haben», sagt HSC-Sportchef Michael Conde.

Wie weiter mit Isailovic?

Mit der Verpflichtung Mugglis stellt sich die Frage, wie es um die Zukunft von Nikola Isailovic beim HSC steht. Dies, weil der bald 33-jährige Serbe als mittlerweile einziger Verbliebener des Stammkaders seinen im Sommer auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert hat.

Es darf allerdings davon ausgegangen werden, dass der HSC versuchen wird, den linkshändigen Rückraumspieler in den eigenen Reihen zu behalten – wenn denn eine finanziell tragbare Lösung gefunden werden kann.

Sonst muss einer der Jungen in die Bresche springen

Weil der 39-jährige Publikumsliebling Martin Prachar seine Karriere nach der Saison beendet, hat Suhr Aarau im Abwehrsystem durchaus Verwendung für Isailovic als Backup. Sollte sich die Klubführung nicht mit dem vor zwei Jahren zum HSC gestossenen Isailovic auf einen neuen Vertrag einigen können, müsste wohl einer der Jungen in die Bresche springen.

Raphael Rohr (l.), Timothy Reichmuth (M.) und Manuel Zehnder haben sich unter Trainer Misha Kaufmann im Fanionteam des HSC etabliert.

Raphael Rohr (l.), Timothy Reichmuth (M.) und Manuel Zehnder haben sich unter Trainer Misha Kaufmann im Fanionteam des HSC etabliert.

Dass Cheftrainer Misha Kaufmann junge Spieler erfolgreich und nachhaltig im Fanionteam etablieren kann, zeigen unter anderem die Beispiele des 20-jährigen Flügelspielers Timothy Reichmuth, des 21-jährigen Rückraumspielers Raphael Rohr oder auch des 19-jährigen Rückraumspielers Manuel Zehnder.

Am Sonntag gegen St. Otmar

Nach der Bekanntgabe der Verpflichtung Mugglis steht nun vorerst auch für die Klubführung wieder das Sportliche im Fokus: Am kommenden Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) trifft der HSC Suhr Aarau zu Hause in der Schachenhalle auf St. Otmar St. Gallen.