Faustball
Versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison

Beim Finalevent in Siggenthal holten die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg die Bronzemedaille. Die Männer zollten ihrem Effort vom ersten Tag Tribut und gingen leer aus.

Fabio Baranzini
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Sabrina Siegenthaler und ihre Teamkolleginnen gewannen das Bronzespiel gegen Embrach mit 3:0.
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Die Männer des STV Oberentfelden - im Bild Sascha Hagmann - mussten sich am Finalevent zwei Mal geschlagen geben.
STV Oberentfelden

Sabrina Siegenthaler und ihre Teamkolleginnen gewannen das Bronzespiel gegen Embrach mit 3:0.

Fabio Baranzini

Erst im allerletzten Moment hatten sich die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg für den Finalevent qualifizieren können. Dies nachdem sie den Start in die Meisterschaft völlig verpatzt und gleich zweimal verloren hatten.

Für den Finalevent in Siggenthal hatten sie sich dann aber viel vorgenommen. Sie wollten den Ligakrösus Jona herausfordern. Eine schwierige Aufgabe, denn Jona hatte bis zum Finalevent keinen einzigen Satz verloren und die Qualifikation überlegen gewonnen.

Trotz der intensiven Vorbereitung konnten die Oberentfelderinnen im Duell mit Jona nicht die gewünschte Leistung abrufen. Gleich mit 0:3 mussten sie sich geschlagen geben. „Es war sehr schade, dass wir nicht genügend Druck entwickeln konnten, um Jona zu fordern und ein offenes Match zu erzwingen“, bilanzierte Trainer Benjamin Marti-Suter.

Die Medaille erkämpft

Am Sonntag bot sich dem Team dann aber die Chance, sich für die klare Niederlage zu revanchieren und die Saison doch noch versöhnlich abzuschliessen. Mit einem Sieg gegen Embrach hätten sie die Bronzemedaille holen können. Doch auch den Start in dieses Kräftemessen gelang den Oberentfelderinnen nicht wie gewünscht. Gleich mit 2:6 gerieten sie ins Hintertreffen.

Doch die Equipe von Marti-Suter kämpfte sich zurück und gewann den ersten Durchgang mit 11:9. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei die Oberentfelderinnen in den entscheidenden Situationen stärker waren und am Ende verdient mit 3:0 gewannen. „Wir haben gut gekämpft und eine Medaille geholt. Damit müssen wir zufrieden sein, denn wir sind als Viertplatzierte in den Finalevent gestartet“, so Marti-Suter.

Zu schwacher Aufschlag

Dass es für die Männer des STV Oberentfelden schwer werden würde, eine Medaille zu gewinnen, war bereits vor dem Finalevent klar, denn die Personaldecke war vor allem auf der Angriffsposition extrem dünn.

Umso überraschender kam es daher, dass die Mannschaft von Trainer Christian Zbinden im Halbfinal den Qualifikationssieger Diepoldsau an den Rand einer Niederlage bringen und mit 3:1-Sätzen in Führung gehen konnte. Am Ende setzte sich die Klasse der Ostschweizer dann aber doch durch und Oberentfelden musste im Bronzespiel gegen Elgg-Ettenhausen antreten.

Und dort wurden die Schwachpunkte der Mannschaft schonungslos offengelegt. Am Service konnten die Oberentfelder viel zu wenig Druck entwickeln und kamen so nie richtig ins Spiel. Elgg-Ettenhausen agierte dagegen druckvoll und beging kaum unnötige Fehler. Entsprechend überlegen waren sie und gewannen souverän mit 4:0. „Wir haben ein tolles Spiel gezeigt gegen Diepoldsau, das aber auch sehr viel Kraft gekostet hat. Das haben wir im Bronzespiel gemerkt“, so Christian Zbinden.

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