Feldschiessen
Versöhnliche Szenen beim offiziellen Startschuss

Im geschichtsträchtigen Endingen schlossen die Aargauer Militärdirektorin Susanne Hochuli und der Aargauer Schiesssportverband (AGSV) Frieden. Werner Stauffer und die grüne Politikerin herzen sich.

Wolfgang Rytz
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Die Aargauer Militärdirektorin Susanne Hochuli fühlte sich diesmal bestens aufgehoben vom Aargauer Feldchef Werner Stauffer-

Die Aargauer Militärdirektorin Susanne Hochuli fühlte sich diesmal bestens aufgehoben vom Aargauer Feldchef Werner Stauffer-

Rytz

Das Feldschiessen findet vom 5. bis 7. Juni statt. Auf allen 47 Schiessplätzen im Aargau kann schon eine Woche zuvor geschossen werden. Beim offiziellen Startschuss in Endingen folgten vor allem regionale Politiker zusammen mit der Aargauer Militärspitze der Einladung.

Aber auch der höchste Aargauer, Grossratspräsident Markus Dieth, gab sich die Ehre und setzte ein Ausrufezeichen. Im Duell mit seinem Amtsvorgänger Thierry Burkart schoss er im Pistolenstand der Schiessanlage Homrig das Kranzresultat von 159 Punkten.

Die beiden Grossräte dislozierten darauf ins Obergeschoss und absolvierten auch noch das 300-m-Feldschiessen mit dem Gewehr. Diesen Vergleich entschied Dieth mit 54:53 Punkten knapp für sich.

Etwas später tauchte Landstatthalterin Susanne Hochuli im Endinger Homrig auf. Dank ihrem Pistolentraining steuerte sie anfänglich ebenfalls auf Kranzkurs, doch zwei Nuller in den letzten Passen warfen sie zurück.

Mit 124 Zählern überflügelte sie aber Burkart und erhielt vom Aargauer Feldchef Werner Stauffer einen Ehrenkranz verliehen, Ehrenküsschen inklusive.

Militärisches Geschenk

Von den Spannungen bei selbigem Anlass vor Jahresfrist in Boswil war im Bezirk Zurzach nichts mehr zu spüren. Der AGSV hat mit der Militärdirektorin Frieden geschlossen.

Hochuli erwiderte die neue Sympathiewelle mit einem überraschenden Geschenk vom Kommando der Aargauer Infanteriebrigade 5. Die drei besten Aargauer Jungschützen mit dem Sturmgewehr 300 m und die zwei besten Aargauer Jungschützen mit der Pistole 25 m werden zu einem Truppenbesuch mit Helikopterflug in einem Super Puma eingeladen.

Die Landstatthalterin lobte im Zusammenhang mit dem Feldschiessen die Bedeutung der Vereinsarbeit zum Wohle der Gesellschaft. Sie sei zuversichtlich, dass der Aargau bei diesem Gemeinschaftserlebnis die letztjährige Teilnehmerzahl von 14 500 Schützen bestätigen und Rang 2 bei den Kantonen halten könne.

Brigadier Hans Schatzmann lobte die Schützen für ihren ganzjährigen Einsatz zum Wohl des Schiesswesens. «Das Schiessen symbolisiert die Wehrhaftigkeit der Schweiz.»

Namhafter Beitrag des Bundes

Endingens Gemeindeammann, der zuvor mit dem Sturmgewehr ein 61er-Kranzresultat herausgeschossen hatte, freute sich, Gastgeber für den offiziellen Start des Feldschiessens im Aargau zu sein.

Victor Hüsser, Präsident des AGSV, bedankte sich seinerseits für das Gastrecht im Surbtal und die Anwesenheit von Politik und Militär. Der Bund leiste nebst der Gratismunition jährlich einen namhaften Beitrag ans Feldschiessen.

Schliesslich erwies auch der Leiter Breitensport im Schweizer Schiesssportverband, Heinz Küffer, dem Kickoff in Endingen die Ehre. «Ich danke euch zu eurem Bekenntnis für den Schiesssport», lobte er die Aargauer Schützen.

Zum Schluss redete Feldchef Stauffer den Zurzacher Schützenvereinen ins Gewissen, die letztjährige mässige Beteiligung zu steigern. Er erwarte, dass jede Gesellschaft mindestens 15 Schützen mehr mobilisiere. Dann werde er selber die fälligen 15 Speckseiten als Prämie ausliefern. Diesen Preis können aber auch alle anderen Schiessvereine ergattern.

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