Die 60 Minuten geben zu reden. «Unsere Disziplin, Konzentration und Effizienz ist zurzeit einfach schlecht», spricht Argovia-Trainer Daniel Meier Klartext.

Was genau in der Garderobe besprochen wurde, bleibt intern. «Fakt ist aber, dass wir alle in einem Boot sitzen. Jetzt müssen wir wieder raus aus dieser Komfortzone», fügt Meier an.

Chancen auf beiden Seiten

Natürlich, 3:10 klingt bitter und nach einem vermeintlichen Klassenunterschied. Zwar gingen die Solothurner Gäste bereits nach drei Minuten in Führung, aber die Aarauer hatten nur acht Minuten später die passende Antwort und glichen dank Raoul Dünser zum 1:1 aus.

Chancen gab es auf beiden Seiten. Zum Ende des Startdrittels markierte Zuchwil das 2:1. Noch war das Spiel offen. Der Paukenschlag und Argovias Genickbruch kam dann zur Startphase des Mitteldrittels. Innert fünf Minuten schossen die Zuchwiler vier Tore – und legten damit die Aargauer Schwächen offen.

«Wenn wir ein Tor erhalten, lassen wir unerklärlicherweise den Kopf hängen.» Wenn jemand diese Schwäche auszunutzen weiss, dann der Meisterfavorit aus dem Nachbarkanton.

Immerhin rappelte sich Argovia auf und verkürzte dank Thomas Rohrbach und Thomas Wälti auf 3:6.

Mehr als ein kurzes Strohfeuer war der Doppelschlag (34./38.) nicht. Einen weiteren Durchhänger des Gastgebers nutzte «Zuchu» erneut in aller Effizienz aus: In zwei Minuten trafen sie drei Mal. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Meier konsterniert.

Einige positive Ansätze

Wie weiter bei den Stars? Meier will keinesfalls alles Schwarz malen. Denn auch gegen Zuchwil zeigten die Aarauer einige positive Ansätze.

Drei Tore und unzählige Torchancen sprechen für sich. Nur: Das Problem scheint derzeit tiefer zu sitzen. Gegen Zuchwil war dies einmal mehr offensichtlich. «Der Biss fehlt. Es reicht nicht, zwei gute Drittel und ein schlechtes zu spielen», weiss Meier.

Das Zauberwort heisst Konstanz. Offensiv, defensiv und mental. Nach drei Niederlagen in Folge steht die Mannschaft am Mittwoch gegen Burgdorf vor einem Charaktertest.

Die Berner dürften den Aargauern gelegen kommen. Aus drei Spielen hat Burgdorf noch keinen Punkt geholt.