NLA-Handball

Verletzt! Angeschlagen! Fraglich! Dem HSC Suhr Aarau gehen langsam aber sicher die Rückraumspieler aus

HSC-Spieler Manuel Zehnder (r.) hat eine Einblutung im Oberschenkel erlitten und fällt vorläufig aus.

HSC-Spieler Manuel Zehnder (r.) hat eine Einblutung im Oberschenkel erlitten und fällt vorläufig aus.

Nach dem Abgang von Milan Skvaril hat sich jetzt auch noch Manuel Zehnder verletzt. Zudem sind mit Tim Aufdenblatten und Mathias Müller zwei weitere Rückraumspieler angeschlagen und vorerst fraglich – ausgerechnet jetzt stehen für den HSC vier Partien in elf Tagen an.

Die schlechten Nachrichten rund um den HSC Suhr Aarau kumulieren sich in diesen Tagen. Nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des Abgangs von Milan Skvaril per Mitte Oktober muss der Aargauer NLA-Klub gleich den nächsten Tiefschlag hinnehmen: Manuel Zehnder fällt vorläufig aus und ergänzt damit das HSC-Lazarett.

Der 19-Jährige hat in der vergangenen Woche eine Einblutung im Oberschenkel erlitten. Auslöser dafür war ein sogenannter Pferdekuss, den sich Zehnder im Training eingefangen hatte. Immerhin: Gemäss Informationen des Klubs lässt die aktuelle Situation auf einen guten Heilungsverlauf hoffen.

Während Zehnder für das Aargauer Derby gegen den TV Endingen am kommenden Mittwoch (Anpfiff: 20 Uhr) also sicher nicht zur Verfügung steht, sind zwei weitere Rückraumspieler angeschlagen und damit fraglich: Co-Captain Tim Aufdenblatten plagt sich immer noch mit einer Adduktorenzerrung herum und Mathias Müller kämpft mit einem Knorpelschaden im Knie. Skvaril wiederum, dessen Vertrag noch bis Mitte Monat läuft, ist aufgrund der in Thun erlittenen Verletzung am Ringfinger nicht einsetzbar.

«Uns erwartet ein Mammutprogramm»

Kurzum: Dem HSC gehen die einsetzbaren Rückraumspieler aus. Ausgerechnet jetzt, da ab Mittwoch vier Partien innert gerade einmal elf Tagen auf dem Programm stehen (siehe Kasten rechts). Das Timing könnte kaum ungünstiger sein: «Uns erwartet ein echtes Mammutprogramm. Das ist brutal», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann.

Der 35-Jährige lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen: «Wir können jetzt jammern oder versuchen, Lösungen zu finden. Und daran sind wir. Jetzt und unter diesen Umständen wird sich zeigen, was wir für ein Team sind. Die Mannschaft muss enger zusammenrücken», sagt er. Zu den ausfallenden und angeschlagenen Rückraumspielern gesellt sich ausserdem auch noch Kreisläufer Martin Slaninka. Der Slowake ist nach seinem Bizepssehnenanriss weiter fraglich.

Suche nach Skvaril-Ersatz läuft auf Hochtouren

«Milans Abgang ist für uns sehr bitter. Wir verlieren einen Top-Spieler und müssen nun adäquaten Ersatz für ihn finden», sagt HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli. «Er war auf unserem ambitionierten Weg fest eingeplant. Nun brauchen wir eine Lösung, die qualitativ auf seiner Höhe ist.» Skvarils Vertrag beim HSC wäre noch bis 2021 gelaufen.

Dementsprechend ist die Klubführung des HSC – auch unter dem Eindruck des aktuellen Engpasses im Rückraum – unter Hochdruck auf der Suche nach einem Ersatz für Skvaril. Die Suche dürfte sich in erster Linie auf das Ausland konzentrieren, da der Schweizer Markt derzeit wohl kaum etwas hergibt. Und dementsprechend dürfte es auch noch ein paar Tage dauern, bis der Skvaril-Ersatz erstmals im Aufgebot des HSC steht.

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