FC Aarau

«Veraaraut»-Häme bis Lob für Fans: Das sind die Zuschauer-Reaktionen auf das Barrage-Drama

Der Aufstieg schien so sicher – und dann platzte der Traum von der Super League doch. Ein herber Schlag, nicht nur für den FC Aarau, sondern auch für dessen Fans. Schock. Enttäuschung. Häme. Aber auch Zuspruch und Lob. Dieses Spiel liess die wenigsten kalt, wie die Reaktionen in den sozialen Medien zeigen.

Von Heimvorteil kann man beim gestrigen Spiel nicht sprechen:

Einst war die Wortschöpfung «Veryoungboysen» fast schon Kult. Sie stand für die Unfähigkeit, einen Titel zu gewinnen. Twitter-Nutzer scheinen nun eine Alternative gefunden zu haben: 

Ein weiterer Nutzer sieht keine Eile mehr beim neuen Stadion:

Auch die AZ-Leser haben den verpassten Aufstieg rege kommentiert. Leser joerckel findet klare Worte: «Wenn eine Mannschaft einen in einem Auswärtsspiel derart grossen Vorsprung im nachfolgenden Heimspiel nicht in der Lage ist zu verwalten, dann hat diese Mannschaft in einer höheren Liga absolut nichts zu suchen.»

Leser Stephan Fehlmann ortet den Grund für die Niederlage nicht in der fehlenden Reife, wie AZ-Chefredaktor Rolf Cavalli vermutete, sondern in der «unprofessionellen Einstellung» der Mannschaft: «Man war ja eh schon oben, und das Bier war überall kaltgestellt. Diese kalte Dusche kam wahrscheinlich nicht von ungefähr.»

Aufstieg vergeigt – das provoziert auch hämische Kommentare:

Derweil lässt sich Leser Leo nicht entmutigen: «In die Superleague und sofort wieder absteigen, eine Saison lang kaum ein Spiel gewinnen wäre doch auch trostlos.» Vorläufig sei es gut, dass es so kam. 

«Schadenfreude ist fehl am Platz»

Auch die Frage der Schuld beschäftigt die Kommentatoren. Für Leser Roland Schmid liegt sie bei Trainer Patrick Rahmen. Der «sonst so zuverlässig Chef-Trainer» habe ausgerechnet vor dem Spiel massiv gepatzt. Schmid bemängelt die «falsche Taktik»: «Zuerst einmal abwarten anstatt Vollgas geben von Anfang an.» Zudem kritisiert er, dass Rahmen falsche Spieler aufgestellt habe.

Dennoch findet auch er versöhnliche Worte zum Schluss: «Das Duo Burki/Rahmen leistet nun sehr gute Arbeit – trotz dem heutigen, groben und unnötigen Stolperer mit Folgen.»

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Eine Twitter-Nutzerin mahnt, dass Schadenfreude fehl am Platz sei. «Das Aarauer Herz ist etwas traurig, darfs auch, oder?»

Lob gibt es auch für die Aarau-Fans. Vielen ist die «Schande von Luzern» noch in bester Erinnerung: Wütende GC-Chaoten provozierten letzten Monat in Luzern einen Spielabbruch. Anders reagierten die Aarau-Fans gestern. «Da bleibt auch das neutrale Auge nicht trocken. Chapeau!», schreibt Joel Müller auf Twitter: 

Auch AZ-Leserin A. Graf findet lobende Worte – obwohl sie selbst kein Aarau-Fan sei, wie sie schreibt: «Ich möchte den Aarau-Fans meinen grössten Respekt aussprechen. Absolut bemerkenswert, wie sie mit dieser schlimmstmöglichen Niederlage umgehen und die Mannschaft unterstützen. Grossartig! Das ist alles andere als selbstverständlich.»

Und Twitter-Nutzer Roland Johner blickt nach vorne:

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