Faustball NLA
Unterschiedliche Ausgangslage für die Spitzenteams des STV Oberentfelden

In der neuen Feldsaison streben die Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg in der Nationalliga A einen Finalplatz an, die Männer backen nach einem Umbruch im Team kleinere Brötchen und nehmen den Ligaerhalt ins Visier.

Fabio Baranzini
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Angreifer Tim Egolf kommt aus der Nationalliga B in die erste Mannschaft des STV Oberentfelden.

Angreifer Tim Egolf kommt aus der Nationalliga B in die erste Mannschaft des STV Oberentfelden.

Fabio Baranzini

«Oberentfelden-Amsteg ist für mich das einzige Team, das derzeit gegen Topfavorit Jona eine Chance hat», sagt Frauen-Nationaltrainer Anton Lässer vor dem Start in die neue Saison. Ein schönes Lob für die Oberentfelderinnen. Ein Lob aber auch, das die Mannschaft von Trainer Benjamin Marti-Suter noch rechtfertigen muss, denn in der abgelaufenen Hallensaison lief nicht alles nach Wunsch. Vor allem deshalb, weil der Saisonstart mit zwei Niederlagen alles andere als optimal ausfiel.

Dieses Szenario wollen die Oberentfelderinnen in der kommenden Feldsaison um jeden Preis vermeiden. «Wenn wir mit zwei guten Matches starten können, dann haben wir Rückenwind für die gesamte Saison. Das ist enorm wichtig und deshalb legen wir viel Wert auf die erste Runde», so Marti-Suter. Sein Team trifft zum Auftakt auf das routinierte Team aus Embrach und die junge, hungrige Equipe aus Neuendorf.

Geraldine Vogel und ihre Teamkolleginnen vom STV Oberentfelden-Amsteg streben den Final an.

Geraldine Vogel und ihre Teamkolleginnen vom STV Oberentfelden-Amsteg streben den Final an.

Fabio Baranzini

Der Final ist das Ziel

Embrach und Neuendorf sind alles andere als einfache Gegner, aber Gegner die man schlagen muss, wenn man ganz vorne mitspielen will. Und das ist der Anspruch der Frauen des STV Oberentfelden-Amsteg. „Wir haben ein Kader, das ausschliesslich aus ehemaligen und aktuellen Nationalspielerinnen besteht. Da haben wir natürlich das Ziel, uns für den Finalevent zu qualifizieren und dort das Endspiel zu erreichen“, gibt Benjamin Marti-Suter die Marschrichtung vor.

Und auch die grossen Favoritinnen aus Jona wollen die Oberentfelderinnen in der kommenden Spielzeit fordern. „Jona ist ein sehr starkes Team und sie haben sich in den letzten Saisons den Nimbus der Unschlagbaren erarbeitet. Wenn wir uns davon nicht einschüchtern lassen und unseren besten Faustball zeigen, können wir sie aber trotzdem schlagen“, ist Marti-Suter überzeugt. Zum Direktduell zwischen Jona und Oberentfelden-Amsteg kommt es bereits am zweiten Spieltag.

Auf den eigenen Nachwuchs setzen

Weniger hoch sind die Ambitionen der Männer des STV Oberentfelden. Dies in erster Linie deshalb, weil es in der Equipe von Trainer Christian Zbinden im Vergleich zur letzten Spielzeit einen grossen Umbruch gegeben hat. Mit Kevin Hagen, Kevin Nützi (beide zu Neuendorf) und Sascha Hagmann (zu Vordemwald) haben gleich drei Stammspieler den Verein verlassen. „Die drei Spieler hinterlassen natürlich eine grosse Lücke, die wir auch nicht sofort schliessen können“, sagt Trainer Christian Zbinden. „Dieser Umbruch ist aber auch eine Chance für uns.“

Die Oberenfelder nutzen diese an sich ungünstige Situation für einen Strategiewechsel in der ersten Männermannschaft. «Wir wollen auch im Spitzensport auf den eigenen Nachwuchs setzen und fokussieren uns daher sehr stark auf unsere Juniorenarbeit. Wir wollen in den nächsten Jahren wieder ein Spitzenteam aus vereinseigenen Spielern stellen können“, so Zbinden. Bereits jetzt verfolgen die Oberentfelder diese neue Strategie konsequent. Youngster Tim Egolf, der bislang in der NLB gespielt hat, wird als Hauptangreifer in die neue Saison starten. Zudem kehrt Brian Häfliger nach einer Auszeit zurück ins Team und verstärkt die Defensive. Ebenfalls wieder zur Equipe zählt Nicolas Schwander, der nach seiner Hüftoperation aber noch nicht von Beginn weg einsatzbereit sein wird. „Mit diesem Team ist bereits der Ligaerhalt ein hoch gestecktes Ziel. Wir werden jedoch alles in die Waagschale werfen, was wir haben und versuchen, mit unserer Defensive eine gute Basis zu legen», sagt Zbinden.