Basketball
Unspektakuläres Derby Baden gegen Olten-Zofingen

Von Derby-Stimmung war im Spiel zwischen Olten-Zofingen und Baden nicht viel zu spüren. Auf dem Feld ging man zuerst gemächlich zur Sache. Zu gemächlich, fand auch Baden-Trainer Alex Tomus nach dem Spiel.

Janine Müller
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Denn die Badenerinnen verschliefen die ersten zwei Viertel regelrecht. Das erste Viertel vermochten die Gäste mit 22:16 noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Vor allem , weil die Zofingerinnen trotz gutem Aufbau den Ball nicht in den Korb kriegten.

Gute Phase von Todorovic

Das zweite Viertel war hart umkämpft und geprägt von vielen Fouls. Doch dann kam Zofingens Andrijana Todorovic zu einigen schönen Würfen und brachte die Gastgeberinnen in Front. Von einem gepflegten Spielaufbau oder einer organisierten Defensive war zu diesem Zeitpunkt bei den Badenerinnen nichts zu sehen. Tomus muss in der Pause die richtigen Worte gefunden haben, denn im dritten Durchgang liess sein junges Team endlich das Können aufblitzen und legte die Grundlage für den Auswärtssieg. «Sie haben sich endlich einmal genügend Zeit genommen und das Spiel ruhig aufgebaut», erklärt Tomus. «Und auch in der Defensive haben sie besser gearbeitet.» Olten-Zofingen derweil ging im letzten Durchgang die Puste aus. Das Team von Daniel Frey musste sich nach einem couragierten Anfang mit 72:86 geschlagen geben.

Nächste Saison ohne Ferrari

Einen grossen Anteil am Badener Sieg hatte Cinzia Ferrari mit ihren 24 Punkten. Lange wird sie Baden nicht mehr erhalten bleiben, was Trainer Tomus bedauert: «Sie wurde schon lange vom NLA-Klub Uni Basel umworben. Jetzt hat sie nachgegeben und wird ab nächster Saison dort spielen.» Doch auch mit Ferrari haben die Badenerinnen ihr Saisonziel – den vierten Platz – nicht erreicht. Es sei noch ein sehr junges Team und noch im Aufbau, erklärt Tomus. Der nun angestrebte sechste Platz liegt in Reichweite, denn Baden will die Zwischenrunde erreichen, um dort weiter Erfahrung zu sammeln.