FC Wohlen
«Uns fehlte die Ruhe im Mittelfeld»

Der FC Wohlen verliert beim 1:2 in Schaffhausen nach acht Spielen erstmals Fussball. Dafür freut man sich nun auf den Cuphit gegen GC.

Hannes Hurter
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Solothurner Zeitung

Ernüchterung beim FC Wohlen: Die Freiämter unterliegen in Schaffhausen trotz Halbzeitführung mit 1:2 und müssen zum ersten Mal seit der Derby-Niederlage in Aarau (7. August) wieder als Verlierer vom Platz. Dass Wohlens Super-Serie einmal ein Ende nimmt, war anzunehmen. Aber so? «Das ist enttäuschend», sprach FCW-Coach Livio Bordoli Klartext. «Wir haben in der zweiten Hälfte kaum noch Fussball gespielt.»

Dabei begann die Partie für Wohlen wunschgemäss: Nach der 5:1-Gala gegen Winterthur war Wohlen zunächst wiederum effizient. Alain Schultz versenkte einen Freistoss aus 28 Metern im Lattenkreuz – der Wohler Captain liess sich nach dem Traumtor zurecht feiern. Danach kam nur noch Haziri zu einem gefährlichen Abschluss (39.). Ansonsten blieben beide Mannschaften offensiv harmlos.

Nach dem Tee wurde Schaffhausen deutlich druckvoller. Zwei Top-Chancen konnte FCW-Keeper Leutwiler mit ausgezeichneten Paraden noch entschärfen, gegen Valentes Distanzschuss ins hohe Eck war er indes machtlos (1:1/69.). Zehn Minuten später hatte Schaffhausen die Partie gedreht: Büchel profitierte von einem Missverständnis von Mancino und Schultz, stand links plötzlich allein und traf zum 2:1. Kurz darauf wurde Büchel nach der Ampelkarte vorzeitig vom Platz gestellt.

Die Vorfreude auf den Cuphit

Und die Wohler? Sie verzeichneten in der zweiten Hälfte kaum nennenswerte Möglichkeiten. Der eingewechselte Piu traf nur die Latte, in der Nachspielzeit wurde Osmani im letzten Moment abgeblockt. «Wir waren viel zu passiv», sagte Schultz, «es war nur eine Frage der Zeit, bis wir die Gegentore erhielten.» Bordoli meinte: «Schaffhausen machte viel Druck. Uns fehlte die Ruhe im Mittelfeld.»

Keine Fiesta also in Schaffhausen. Stimmungsmässig sowieso nicht: Waren es vor Wochenfrist im Cup fast 3000 Fans, wagten sich gestern nur noch wenige Kiebitze auf die Breite. Vielleicht den umgekehrten Weg bestreitet Wohlen, nach den zuletzt mageren Besuchen freuen sich die Freiämter beim Cup-Achtelfinal gegen GC auf ein «Full House». Das Schlagerspiel wird zudem live im TV übertragen und findet daher am Sonntag, 21. November, um 15 Uhr statt.