Unihockey-Saisonstart
Aargauer Vereine zwischen Angst und Hoffnung: Wie lang dauert die Unihockey-Saison dieses Jahr?

Nach dem 11. Oktober wurde die Unihockey-Saison in der ersten Liga abgebrochen. Dieses Jahr soll wieder durchgespielt werden.

Nicolas Blust
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Nach fast einem Jahr Pause startet die 1. Liga dieses Wochenende wieder ihren Spielbetrieb. Im Bild: eines der letzten Spiele der vergangenen Saison zwischen UHC Lok Reinach (rotes Dress) und Unihockey Luzern.

Nach fast einem Jahr Pause startet die 1. Liga dieses Wochenende wieder ihren Spielbetrieb. Im Bild: eines der letzten Spiele der vergangenen Saison zwischen UHC Lok Reinach (rotes Dress) und Unihockey Luzern.

Pius Amrein / Luzerner Zeitung

Endlich wird wieder Unihockey gespielt. Nachdem die vergangene Saison nach der Runde des 11. Oktobers pandemiebedingt unterbrochen und später abgebrochen wurde, rollt der Ball dieses Wochenende wieder. Die vier Aargauer Klubs gehen dabei mit unterschiedlichsten Vorzeichen in die neue Spielzeit. Eines verbindet sie aber alle: Die Vorfreude, dass endlich wieder gespielt werden kann.

Im Fricktal soll es endlich Playoff-Unihockey geben

«Die Vorfreude ist sehr gross. Die Spieler freuen sich einfach darauf, endlich wieder Meisterschaftsspiele zu bestreiten», sagt Andres Lütold, Sportchef von Unihockey Fricktal. Zwar sei die Vorbereitung nicht optimal verlaufen, da noch viele Spieler in den Ferien waren, trotzdem ist die Mannschaft pünktlich auf den Saisonstart bereit.

Haben endlich wieder Grund zum Lachen: Nach fast einem Jahr Unterbruch startet Unihockey Fricktal am Samstag gegen den TSV Unihockey Deitingen in die neue Saison.

Haben endlich wieder Grund zum Lachen: Nach fast einem Jahr Unterbruch startet Unihockey Fricktal am Samstag gegen den TSV Unihockey Deitingen in die neue Saison.

Zvg / Aargauer Zeitung

Das liegt vor allem auch daran, dass der Kader fast identisch zur Vorsaison ist. Die Fricktaler sind also eine eingespielte Truppe. Deshalb bleibt auch das Ziel aus der abgebrochenen Vorsaison dasselbe.

«Wir wollen im Februar erstmals Playoff-Unihockey im Fricktal zu sehen bekommen», so Lütold. Bis dahin könnte aber auch das Coronavirus wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Im Fricktal bleibt man vorerst aber optimistisch: «Es besteht die Hoffnung, dass sich die Situation so weit stabilisiert, dass ein geordneter Meisterschaftsbetrieb möglich sein kann.» Lütold gibt aber zu bedenken:

«Natürlich haben wir im Hinterkopf, dass es sehr schnell wieder vorbei sein kann.»

Bis dahin überwiegt die Freude, dass es am Wochenende endlich wieder losgeht. Unihockey Fricktal empfängt dabei den TSV Unihockey Deitingen in der heimischen Halle Matte in Magden.

Trainersuche bei Baden-Birmenstorf noch immer in Gange

Auch bei Unihockey Baden-Birmenstorf ist die Vorfreude auf die neue Saison riesig. «Wir sind alle froh, dass wir wieder in der Halle stehen dürfen und hoffen natürlich, dass dies auch so bleibt», heisst es von Seiten des Vereins.

Die Situation bei UHBB ist trotzdem eine spezielle. Die Suche nach einem neuen Trainer gestaltet sich schwieriger als angenommen. Bis eine Lösung gefunden ist, waltet Martin Egloff in seiner Funktion als Spielertrainer. «Wir haben genug erfahrene Spieler, die Martin unterstützen und jeder Spieler muss auf und neben dem Platz Verantwortung tragen», sagt Pascal Stössel, Kommunikationsverantwortlicher bei Baden-Birmenstorf.

Der Kader, der Egloff zur Verfügung steht, ist grösstenteils der gleiche wie in der Vorsaison. Ergänzt wurde das Fanionteam mit einem grossen Förderkader von U21-Junioren. Da vieles bei UHBB beim Alten bleibt, hat sich auch das Saisonziel nicht verändert. Das Erreichen der Playoffs ist das erste Ziel. «Danach ist alles offen und es wird ein neues Ziel gesetzt», sagt Stössel.

Die Hoffnung, dass diese Saison auch wirklich fertiggespielt werden kann, ist bei Baden-Birmenstorf intakt. Trotzdem gebe es Wichtigeres als den Sport: «Die Gesundheit hat aber immer die oberste Priorität. Auch im Falle einer Zertifikatspflicht, wie sie in den Nationalligen bereits herrscht, ist Unihockey Baden-Birmenstorf gerüstet:

«Praktisch alle unserer Spieler sind geimpft.»

Einer erfolgreichen Saison dürfte also nichts im Weg stehen. Der erste Ernstkampf findet bereits am Freitagabend statt, wenn das Aargauer Derby gegen UHC Lok Reinach auf dem Programm steht.

UHC Lok Reinach will sich eine gute Ausgangslage für die Playoffs schaffen

UHC Lok Reinach (rotes Dress) steigt bereits am Freitagabend gegen Baden-Birmenstorf in den Meisterschaftsbetrieb ein.

UHC Lok Reinach (rotes Dress) steigt bereits am Freitagabend gegen Baden-Birmenstorf in den Meisterschaftsbetrieb ein.

Pius Amrein / Luzerner Zeitung

Auch bei UHC Lok Reinach ist die Vorfreude auf die Saison nach der langen Pause natürlich riesig. «Wir trainieren schliesslich für die Meisterschaftsspiele», sagt Headcoach Pascal Meier. Im Trainerteam gab es im Vergleich zur Vorsaison einige Änderungen. Neu wird das Team von den beiden Haupttrainern Pascal Meier und Roger Remund trainiert. Assistiert werden die beiden von Michael Dubach.

Im Kader gab es derweil keine grossen Umbrüche. Zwar gab es einige Abgänge, diese wurden aber adäquat ersetzt. Deshalb gehen die beiden Trainer davon aus, dass das Team etwa ähnlich stark sein wird wie in der vergangenen Spielzeit: «Es ist natürlich schwierig, sich nach so einer langen Pause einzuschätzen. Aber wir sind etwa auf dem gleichen Level wie vor einem Jahr.»

Dementsprechend haben sich auch die Ziele nicht verändert. Noch immer ist eine Topplatzierung das ausgewiesene Ziel, damit man in den Playoffs Heimrecht besitz. «Wir wollen auf den vorderen Plätzen landen. Da wir sehr heimstark sind, wollen wir uns mit einem möglichen Heimrecht in den Playoffs eine gute Ausgangslage schaffen», sagen Meier und Remund. Die beiden Trainer hoffen aber vor allem, dass es in dieser Saison überhaupt wieder zu Playoffs kommt:

«Es scheint realistisch, dass die Saison durchgespielt werden kann.»

Der Traum nach dem ganz grossen Wurf bei Unihockey Mittelland

Auch bei Unihockey Mittelland hofft man auf eine normale Saison. «Ich hoffe, dass wir mit dem Zertifikat durchkommen und die Saison zu Ende bringen können», sagt UM-Torhüter Nicolas Frey. Letztlich überwiege aber die Vorfreude auf die Ernstkämpfe:

«Es ist schön, wieder Unihockey zu spielen. Dafür trainiert man schliesslich.»

Frey nennt die Playoffs als Minimalziel. Insgeheim träume man aber vom Aufstieg. «Wir können gegen jeden gewinnen, aber auch verlieren. Das haben wir in den letzten zwei Saisons bewiesen», sagt Frey, der nach dem Wechsel von Basel Regio bereits seine vierte Saison mit UM in Angriff nimmt.

Den ersten Schritt in der Mission Aufstieg können die Mittelländer bereits am Samstag beim Auswärtsspiel gegen Unihockey Luzern machen.

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