Schon in den letzten Minuten des Spiels jubelten die Akteure von Unihockey Mittelland auf der Spielerbank. 6:2 stand es, der Sieg war ihnen nicht mehr zu nehmen. Sekunden später war die Partie mit einem 6:3-Erfolg beendet, der Aufstieg in die Swiss Mobiliar League perfekt.

Beim Gast brachen alle Dämme. Den Jubelszenen folgte eine Welle mit «Taucher» für die Fans, bevor der Korken knallte und Champagner floss. «Es ist unbeschreiblich, ein Traum der in Erfüllung geht», war Captain Daniel Moser überglücklich. «Es ist meine letzte Saison und ich habe mir genau das gewünscht.»

Tränen zum Abschied

Das letzte Spiel bestritt auch Trainer Rolf Riggenbach. Er konnte sich die Tränen nicht verkneifen. «Ich kann noch nicht fassen, was wir hier geschafft haben. Ich freue mich riesig für die Jungs», sagte er, «wir haben das, was wir können, in dieser Serie umgesetzt.»

Die vielen Gästefans bekamen im ersten Drittel nicht sonderlich viel geboten. Beide Teams agierten nervös, konzentrierten sich vor allem auf Ballbesitz und Defensive, womit gute Chancen Mangelware waren. Es brauchte eine Strafe gegen den Gast in der zehnten Minute, damit Torgefahr entstand. Zug nutzte die Überzahl zur Führung. Keeper Marc Schönbucher war aus der Distanz erwischt worden.

Zweimal noch wurde es kurz vor Drittelsende eng. Zunächst traf UM-Captain Daniel Moser mit seinem Weitschuss nur den Pfosten. Kurz
darauf hatte Zug die grosse Chance auf das 2:0, doch der Ball kullerte vom Pfosten der Linie entlang, ohne diese zu überqueren.

Im zweiten Abschnitt führte wiederum eine Strafe zum nächsten Treffer. Die Mittelländer aus Olten und Zofingen agierten in ihrem ersten Überzahlspiel geduldig. Dominic Mucha schoss zum 1:1 ein. Bei diesem Spielstand blieb es aber nicht lange. 39 Sekunden später führten die Einheimischen bereits wieder. Mit diesen beiden Toren waren die defensiven Fesseln definitiv abgelegt, auf beiden Seiten suchte man den nächsten Treffer.

Die Mittelländer kamen mit der offensiveren Spielweise besser zu Recht und wussten den gebotenen Raum zu nutzen. In den letzten vier Minuten des Drittels wurde aus dem 2:1 ein 4:2. Vier verschiedene Spieler trafen für Mittelland. Ein Zeichen der mannschaftlichen Stärke an diesem Samstag.

Überragende Mucha-Zwillinge

Nun konnten die Mittelländer im letzten Abschnitt genau so spielen, wie es ihnen am besten behagt: mit schnellen Kontervorstössen. Vor allem die Mucha-Zwillinge liefen den Zugern einige Male um die Ohren und schraubten das Skore bis zur 49. Minute auf 6:2.

Der Rest ist bekannt. Es folgten Jubelszenen aufseiten der Mittelländer. Das Lied «We are the champions» durfte in der Kabine natürlich nicht fehlen. «Es wird heute noch reichlich etwas fliessen», verriet Daniel Moser, «natürlich nur Sirup.»