Die Gastgeber aus Stäfa schienen in den ersten Minuten regelrecht überrumpelt, denn die Endinger spielten schnell, fokussiert mit einer tollen ersten Welle. Neben den erfolgreichen Angriffswellen machte Dario Ferrante im Tor deutlich, dass er bereits in der Startphase gut positioniert war. Neben ihm startete Lukas Schubnell überzeugend und traf praktisch nach Belieben.

Das Tempo blieb hoch, doch kleinere Unsicherheiten wie Lattenschüsse, blöde Stürmerfauls und ungeschickte Spielzüge zeigten sich. Weil bei den Lakers auch nicht alles nach Wunsch klappte, hatte diese Schwächephase keine Auswirkungen auf dem Anzeigetableau. Die Gäste erhöhten das Tempo noch einmal und zogen mit einem scheinbar sicheren fünf Torevorsprung weg. 

Die zahlreich angereisten Endinger Fans mit Trommlern, Rätschen und lautstarken Schlachtrufen belebten die Halle und boten eine würdige Unterstützung für ihre Mannschaft. Hoch zufrieden mit dem Pausenstand von 11:16 freute man sich auf eine ähnliche zweite Halbzeit.

Zufriedene Fans

Der verletzte Christian Amrein kommentierte die ersten dreissig Minuten wie folgt: "Wir waren von Beginn an bereit, zeigten klare Reaktionen auf den Flügelpositionen und eine geschlossene Deckung. Wir haben nicht auf die Reaktion der Gastgeber gewartet, sondern sind offensiv eingestiegen und haben unser Spiel forciert."

Leider verlief der Start in der zweiten Halbzeit nicht nach Wunsch. Die Angriffe wirkten überhastet. Nur dank zweier Traumparaden von Dario Ferrante gerieten die Endinger nicht in Rücklage. Die Gastgeber konnten den Druck erhöhen. Lakers verkürzte auf drei Tore und Endingen hatte während gut zehn Minuten dem Ansturm nichts entgegenzusetzen. Die leichten, schnellen Tore wollten nicht gelingen.

Nervenstarker Sarac

Armin Sarac zeigte, dass seine Wurfgefährlichkeit bei Strafwürfen auch unter starker Anspannung nicht nachlässt. Er versenkte die Würfe sicher und schnell. Dennoch rückte Lakers immer näher und die Stimmung in der Halle wurde lauter. Die Endinger kamen nicht vom Fleck und den Gastgebern gelang der Anschlusstreffer. 

In dieser schwierigen, heissen Phase liefen die Emotionen auf der Endinger Bank über, was eine Zeitstrafe für das Team mit sich zog. In Unterzahl musste die Mannschaft über sich hinauswachsen und das Rad herumdrehen. Das gelang, wie schon so oft eingeleitet, durch den bestens auftrumpfenden Torhüter Ferrante. Die Flügel konnten wieder flitzen und die Tore gelangen wieder.

Lakers versucht den Gegner mit einem Timeout zu stoppen, doch die Endinger hatten sich definitiv gefangen und zogen auf und davon. Das heimische Publikum wurde merklich ruhiger, die Endinger Fans hingegen trieben ihr Team unverdrossen weiter an. Nervenstark und sicher bauten die Endinger ihren Vorsprung aus. In der Schlussphase wurde Tano Baumann sehr unsportlich von den Beinen geholt, was einen logischen Platzverweis mit sich brachte. Doch der Sieg war zu diesem Zeitpunkt schon ungefährdet. So endete die Partie an der Spitze mit einem klaren und eindeutigen 23:29. 

Lukas Schubnell war sowohl mit der Mannschaftsleistung als auch mit seiner eigenen sehr zufrieden. Er zeigte sich aber vorsichtig, in allzu grosse Euphorie auszubrechen. "Dieser Sieg ist schön und hat uns gut getan, doch es ist noch viel zu früh in der Meisterschaft. Wir hatten eine der besten Hinrunden der vergangen Jahre, das tut uns gut. Stäfa hatte Mühe unser Tempo mitzuhalten. In der ersten Halbzeit konnten wir den Ball laufen lassen, das ist uns anschliessend nicht mehr so gut gelungen. Wir haben zu oft versucht, den Kreis anzuspielen und uns zu oft individuelle Aktionen geleistet."

Lakers Stäfa - TV Endingen 23:29 (11:16)

Frohberg Halle Stäfa, 925 Zuschauer, SR Joss/Quardani.

Lakers Stäfa: Akelseijev, Pellegrini; Barth (1), Bleuler (1), Brunner (3), Guignet (2), Lepp, Maag, Madsen (6), Milosevic (3), Schlumpf (2),  Valentakovic (5), Vernier.

TV Endingen: Ferrante; Baumann (1), Huwyler, Knecht, Kündig (1), Pejkovic (4), Riechsteiner Ch. (7), Riechsteiner L., Romanov, Sarac (5), Schubnell (7), Sudzum (3), Wildi.