Bei der Teambesprechung vor dem Spiel wurde speziell darauf hingewiesen, dass wiederum ein Aufsteiger (letzte Woche DHB Rotweiss Thun) der Gegner sein wird. Deshalb wollte man konzentriert an die Sache gehen und 60 Minuten Tempohandball mit einer sicheren Verteidigung bieten. Kurz nach Spielbeginn offenbarte sich der Tempohandball, aber die Verteidigungsleistung liess während der ersten Minuten zu wünschen übrig.

Nach und nach konnte sich Leimental absetzen

Erst nach 8 Minuten Spielzeit fand die HSG ihren Tritt. Nach 20 Minuten konnte sich die HSG erstmals sicher absetzen und es stand 16:10. Jetzt funktionierte auch das Verteidigungssystem und jede war gewillt, so wenig bei den Gegnerinnen zuzulassen wie möglich.

Die starke Torfrau leistete dabei ihren Beistand. Wenige technische Fehler sowie schön heraus gespielte Tore prägten die erste Halbzeit seitens der Leimentalerinnen. In der Pausenbesprechung wurde klar «befohlen», auch in der zweiten Halbzeit das gleiche Tempo und die gleiche Verteidigungsleistung anzuschlagen. Dem war auch so. Das hohe Tempo konnte gehalten werden, es unterliefen wenig technische Fehler und die Verteidigungsleistung war gut. Die HSG zeigte sich in bester Spiellaune und zeigte dem doch zahlreichen Publikum über längere Strecken tollen, schnellen und attraktiven Handball.

Aufsteigerinnen zollen hohem Tempo Tribut

Das Resultat täuscht nicht, die HSG war klar das bessere Team. Wettingen/Siggenthal zeigte als Aufsteiger, dass sie nicht gewillt waren, die Flinte ins Korn zu werfen. Über 60 Minuten boten die Gegnerinnen Widerstand, sie liessen es nicht einfach schlittern und forderten die HSG immer wieder. Dennoch zollten sie dem sehr hohen Tempo Tribut und waren nach der Spielzeit ausgepowert.

Die HSG freute sich sehr über die gelungene Leistung und dass man nicht nur eine Halbzeit, wie bei den beiden ersten Partien, sondern über 60 Minuten guten und ansprechenden Handball spielen kann. Wie bei den letzten beiden Spielen, konnten sich fast alle in die Torschützenliste eintragen lassen. Dies zeigt auch die Ausgeglichenheit des Teams. (nch)

HSG Leimental – BSC Wettingen/Siggenthal 44:24 (21:12)

Therwil, 99er Sporthalle. – SR Matter, Truog. – Strafen: 5-mal 2 Minuten

gegen Wettingen/Siggenthal und 3-mal 2 Minuten gegen die HSG Leimental.

HSG Leimental: Hiestand/Steiner; Andrey, Fricker (10), Rickenbacher (1), Reitnauer (1),

Herrera (4), Jung (1), Reinders (2), Lorenz (5/1), Scherb (6), Czerwenka (6), Krieger (8).

Wettingen/Siggenthal: Mützenberg/Muriset; Beck, Keller (5), Hofer (1), Wegmüller

(2), Crameri (3), Di Natale (7), Hirt (2), Strebel (2), Ferri, Bopp (2).

Bemerkungen: Leimental ohne Dannmeyer, Lüthi, Oberholzer und Schönbörner.