Es war früh klar, dass die Aarauerinnen diese Partie gewinnen würden. Nach dem ersten Treffer durch Alayah Pilgrim brach das Gefühl aus, als wäre die Partie schon gewonnen. Zwar gab es durch und durch immer wieder gute Chancen, jedoch waren die Aarauerinnen vor dem Tor zu anfällig auf Fehler.

Trotzdem sorgte nach einer Viertelstunde eine Szene für Aufsehen. Im Strafraum wird von hinten gefoult. Ein Penalty für Aarau, den man durchaus geben kann. Im Gegenangriff von Therwil wird dann Romina Bühler gefoult und bleibt verletzt am Boden liegen, muss vom Platz humpeln und gepflegt werden. In der Halbzeit kam dann die Information, dass sie höchstwahrscheinlich einen Kreuzbandriss erlitt. Ein herber Rückschlag für Aarau, denn Bühler hatte sich nach der Verletzung von Schwaller in der Hinrunde zu einer Stärke in der Innenverteidigung geformt. Für die letzten zwei Partien wird sie aber mit Sicherheit ausfallen.

Viele Chancen und doch nur ein Treffer

Bereits nach der ersten Halbzeit waren die Chancen der Aarauerinnen nicht mehr zählbar. Mindestens fünf Tore wären nach der halben Spielzeit angemessen gewesen. „Also heute hätten wir sicher zehn Tore machen können“, sagt Trainer Charles Grütter nach der Partie. „Damit will ich unsere Leistung sicher nicht kritisieren. Vor allem hinten haben wir souverän gespielt und unsere Leistung abgerufen. Wir hätten aber mehr Tore schiessen können.“

Die zweite Halbzeit war der ersten ziemlich ähnlich. Viele Chancen von Aarau, wenige Tore. Aber auch Therwil kam zu drei Torchancen, waren aber im Abschluss zu schwach. Einzig Do Sul konnte die Führung für Aarau ausbauen, mit einem frechen Tor. Zürcher spielt einen Freistoss flach in den Strafraum, Do Sul kann den Ball, der vor der Linie noch angehalten hat, mit der Hacke abstauben. Das war aber auch das Highlight dieser zweiten Halbzeit. Was auffällt: Wenn Zürcher trifft, tut es ihr Do Sul gleich. So wie letzten Samstag in Schlieren. Das scheint eine spezielle Verbindung zwischen den Beiden zu sein.

Nun geht es für die Aarauerinnen in die letzten zwei Saisonspiele. Und in denen kommen noch einmal zwei grosse Teams auf sie zu. St. Gallen, die auf dem ersten Platz stehen und Zürich, die sich auf dem zweiten befinden. Was die Aarauerinnen aber gezeigt haben ist, dass sie gegen grosse Teams standhalten können. Vielleicht gibt es ja gegen St. Gallen wieder ein kleines Aarauer Wunder.