Nahezu unverändert im Vergleich zum 0:0-Unentschieden beim SC Cham schickte FCW-Coach Thomas Jent sein Team in die Partie beim FC Köniz. Lediglich auf einer Position musste gezwungenermassen rotiert werden. Für den gelbgesperrten La Rocca beackerte Winterneuzugang Haris Samardzic die linke Aussenbahn.

Wie gegen Cham agierten die Wohler aus einer kompakten Defensive heraus und besannen sich auf ihre Stärken im Konterspiel. Köniz wurden hohe Spielanteile gewährt, die die Berner jedoch selten bis gar nicht in gefährliche Torraumaktionen ummünzen konnten.

Es brauchte einen Geniestreich FCK-Flügelspieler Fabio Morelli, um den Favoriten in Führung zu bringen. Von seiner angestammten Position auf dem rechten Flügel schlich er sich in der 40. Spielminute auf die gegenüberliegende Seite und verwertete eine Flanke aus dem Halbfeld per Direktabnahme im Gehäuse der Gäste.

Kein Sturmlauf der Hausherren

Diese liessen sich durch den Rückstand nicht beirren und setzten weiterhin auf ihr starkes Konterspiel. Nur wenige Minuten später wurde dies belohnt. Stefano Geri zeichnete sich als Torschütze zum 1:1-Ausgleich aus. Nur eine Minute später durften die Gäste aus dem Freiamt wieder jubeln. Thomas Schiavano, ebenfalls Winterneuzugang, brachte noch vor der Pause seine Farben in Front. Mit diesem 1:2 aus Sicht der Wohler gingen beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

In dieser wechselte Jent früh. Dölf Bieri kam für Haris Samardzic und belebte das Spiel der Gäste sichtlich. Auch nach der Pause agierte Wohlen defensivstark und hielt das Spiel weitestgehend fern vom eigenen Strafraum und übernahm selbst ein wenig das Zepter. Die Spielanteile kippten mit fortlaufender Spielzeit immer weiter in Richtung des FC Wohlen. Auch in der Schlussphase vermochten die Hausherren keinen Sturmlauf mehr zu starten.

Im Gegenteil, in der 89. Minute konnte sich Bieri auf dem linken Flügel gleich gegen mehrere Gegner durchsetzen und das Spielgerät mit letzter Kraft in Richtung des ebenfalls eingewechselten Victor Pelae schieben, der nur noch einzuschieben brauchte. Eine Willensleistung, die symptomatisch für das optimierte Spiel der Wohler in den letzten beiden Partien steht.

Wohlen verlässt die Abstiegsränge 

Wenige Minuten später konnten die Gäste das Score sogar noch erhöhen. Einen Freistoss aus dem rechten Halbfeld von Kapitän Alain Schultz verlängerte FCK-Verteidiger Mattia Cinquini unglücklich ins eigene Tor.

Am Ende steht ein so nicht zu erwartender 4:1-Sieg aus Sicht des FC Wohlen, der sich extrem verbessert zeigt im Vergleich zu den ersten Spielen der Frühjahrsrunde. Dank der zeitgleichen Niederlage von YF Juventus beim FC Zürich II verlässt Wohlen die Abstiegsränge und schiebt sich aufgrund der besseren Tordifferenz vor das punktgleiche Juventus.

Der nächste Gegner des FC Wohlen ist die Zweitvertretung des FC Sion. Bereits in der Vorrunde konnten die Freiämter einen Sieg im Wallis einfahren und peilen ein ähnliches Ergebnis natürlich auch im Rückspiel am Samstag im Stadion Niedermatten an. Die Partie beginnt um 17:30 Uhr