Der Auftakt in die neue NLA-Saison ist den Männern des STV Oberentfelden wahrlich nicht gelungen. Zwei Niederlagen setzte es am ersten Spieltag ab. Entsprechend motiviert war das Team von Trainer Christian Zbinden, die Scharte vom ersten Spieltag auszuwetzen und in der Heimrunde vom vergangenen Wochenende die ersten Punkte ins Trockene zu bringen. Doch bereits bevor der erste Ballwechsel gespielt wurde, war klar: Es wird enorm schwierig. Brian Häfliger musste wegen einer Magen-Darm-Grippe passen und auch Hauptangreifer Kevin Hagen fiel aus. Er hatte wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen. Für ihn kam Trainer Christian Zbinden zum Einsatz.

Unter diesen Voraussetzungen war ein Sieg gegen das ohnehin favorisierte Diepoldsau illusorisch. Oder wie es Christian Zbinden formulierte: „Wir gingen voll drauf und haben sehr viel Risiko genommen. Wir nahmen so aber in Kauf, dass wir, wenn diese Taktik nicht aufgeht, sehr klar verlieren.“ Und so kam es dann auch: 5:11, 5:11, 3:11 lautete das deutliche Verdikt. „Diese Niederlage ging so absolut in Ordnung und wir fokussierten uns danach voll auf das zweite Spiel gegen Rickenbach-Wilen“, sagte Zbinden.

Fünf vergebene Matchbälle

In eben diesem Spiel erwischten die Oberentfelder auf heimischem Terrain den besseren Start. Den ersten Satz gewannen sie souverän mit 11:8 und lagen auch im zweiten Satz vorne. Doch ausgerechnet in dieser Phase verletzte sich Angreifer Sascha Hagmann am Fuss. Diagnose: Aussenbandriss und sechs Wochen Pause. „Wir mussten dann Kevin Hagen einwechseln, obwohl er wegen des Rückens eigentlich nicht spielen wollte. Er hat das dann aber sehr clever gelöst, in dem er dosiert und mit wenig Risiko gespielt hat“, so Zbinden. Und so kam es, dass sich die Hausherren im vierten Satz gleich fünf Matchbälle erkämpfen konnten und so dem Sieg, mit dem aufgrund der personellen Engpässe kaum jemand gerechnet hatte, auf einmal sehr nahe kamen. Doch irgendwie wollte an diesem Tag einfach nichts für die Oberentfelder laufen. Sie konnten keinen Matchball verwerten, verloren den Satz mit 14:15 und kurz darauf auch die Partie mit 2:3-Sätzen. „Der Kampfgeist des Teams hat gestimmt und wir hätten den Sieg eigentlich verdient gehabt. Jetzt müssen wir schauen, dass wir nächste Woche irgendwie genügend Spieler haben, um die wichtigen Partien gegen Jona und Elgg-Ettenhausen zu gewinnen“, bilanzierte Zbinden.

Zwei Spiele, zwei Gesichter

Besser lief es dem Frauenteam von Trainer Benjamin Marti-Suter, obwohl auch sie in ihrem ersten Match ohne Chancen blieben. Gegen den amtierenden Hallen-Schweizermeister Jona setzte es eine 6:11, 6:11, 8:11-Niederlage ab. „Wir hatten schlicht zu viel Respekt vor Jona und traten daher mutlos und zu verkrampft auf. Sie sind uns im psychischen Bereich ein, zwei Schritte voraus. Wir müssen gegen sie unbedingt mit mehr Überzeugung auftreten, denn spielerisch sind wir keinesfalls schwächer“, so Marti-Suter.

Dass sein Team durchaus in der Lage ist, mit viel Druck und Überzeugung zu agieren, bewies es in der zweiten Partie. Gegen Diepoldsau spielten die Oberentfelderinnen äusserst souverän auf und liessen dem Gegner keine Chance. 11:6, 11:3, 11:7 lautete das klare Schlussresultat. Entsprechend zufrieden war Marti-Suter mit der Leistung seiner Spielerinnen. „Wir zeigten vor allem im Angriff eine sehr kompakte Leistung und liefen im gesamte Spiel nie Gefahr, die Partie aus der Hand zu geben“, lobte der Mann an der Seitenlinie seine Equipe. (fba)