Es ist eine andere Spielweise, die man heute im Schachen zu sehen bekommen hat. Eine andere Spielweise als die in der NLA, aus der die FC Aarau Frauen vor vier Monaten abgestiegen sind. Es ist eine bessere Spielweise.

Schon früh im Spiel trauen sich die Aarauerinnen vor das gegnerische Tor, machen Druck und lancieren gefährliche Angriffe. Trotzdem gehen die Gäste in Führung. Nichtsdestotrotz lassen sich die Aarauerinnen nicht unterkriegen und machen weiter Druck aufs Tor. Doch immer fehlt der letzte Wille zum Abschluss. Zum erfolgreichen Abschluss.  

Dieselben Probleme

Dann kommt es, wie es kommen muss. Aus dem nichts fasst sich die Worber Aussenverteidigerin Flückiger ein Herz und probiert es aus 35 Metern. Bogenlampe über Schneider, 2:0. Die Situation erinnert ein wenig an NLA-Zeiten, in denen man mit demselben Problem zu kämpfen hatte. Man spielte gut mit, kassierte aber trotzdem Tore. Auch der Wille im Abschluss fehlte heute. Dasselbe Problem, dass man auch in der NLA zu bemängeln hatte.

Doch anders als zu NLA-Zeiten lassen die FCA-Frauen den Kopf nicht hängen. Nein, sie spielen auch in der zweiten Halbzeit von Anfang an mutig aufs Tor und werden dafür belohnt. In der 52. Minute können sie den Rückstand verringern. Auch die verbleibenden 40 Minuten spielen sie mit hohem Druck aufs Tor. Als Zuschauer bekommt man die Freude am Spiel richtiggehend mit. Sie beissen, kratzen und setzen alles daran, das wichtige Tor noch zu erzielen. Doch dazu kommt es nicht.

Leistung wird nicht belohnt

Für die Leistung wird das Team nicht belohnt. Zwar sind die FCA-Frauen in Halbzeit Zwei klar die überlegene Mannschaft, können aber den Ausgleich nicht erzielen. Mehrere Male stehen sie vor dem Berner Tor, aber der letzte Wille im Abschluss fehlt.

„Wir waren kämpferisch und willenstechnisch sehr stark heute“, sagt Trainer Charles Grütter. „Leider hat es aber trotzdem nicht gereicht. Ich denke jedoch, dass es ein gutes Spiel war. Wir hätten hier heute gewinnen können. Vielleicht hat uns auch ein wenig Glück gefehlt.“  Das kann man so sagen. Als Musterbeispiel nehmen wir den Pfostenschuss, der beinahe zum Ausgleich geführt hat. Aber eben nur beinahe. „Das ist Fussball“, sagt Grütter.

Nun geht es nächsten Samstag für die Aarauerinnen gleich wieder gegen eine Berner Mannschaft. Gegen das Frauenteam Thun Berner-Oberland sollen wieder drei Punkte her. Vielleicht gelingt dies mit ein bisschen mehr Glück.