Saisonvorschau

Umbruch, Verjüngungskur und vier Trainerwechsel: So steht es um die Aargauer Vertreter der 2. Liga inter

Der FC Muri möchte auch in der kommenden Saison zur Spitzengruppe der Liga gehören.

Der FC Muri möchte auch in der kommenden Saison zur Spitzengruppe der Liga gehören.

Vor dem Start der 2. Liga inter stehen bei den Aargauer Teams viele Fragezeichen im Raum: Neben einigen gewichtigen Abgängen haben auch gleich vier Mannschaften einen neuen Coach an der Seitenlinie. Nur bei einem Verein bleibt fast alles beim Alten.

«Wir haben nichts zu verlieren»

Alles neu beim FC Klingnau? Nicht ganz. Der Verein hat sich einer Verjüngungskur unterzogen. Routiniers weg, regionale Talente da. Das hat einen Grund: Samir Bajramovic (zuvor Sportchef) ist der neue Trainer. Er arbeitet gerne mit jungen Spielern und will ihnen die Chance geben, sich auf interregionalem Niveau zu präsentieren. Dass dies Risiken mit sich bringt, ist er sich bewusst. Deshalb ist der Ligaerhalt das oberste Ziel.

Immerhin: Captain Brahim Maloki bleibt. Der 35-Jährige weiss, worauf es nun ankommt. «Mit Mentalität können wir allenfalls verlorene Qualität wieder wettmachen», sagt er und hofft gleichzeitig auch, dass er und seine Teamkollegen etwas unterschätzt werden. «Wir haben nichts zu verlieren», sagt Maloki kämpferisch.

Samir Bajramovic übernimmt als Sportchef das Traineramt in Klingnau.

Samir Bajramovic übernimmt als Sportchef das Traineramt in Klingnau.

Umbruch in Zofingen 

Beim SC Zofingen hat ein Umbruch stattgefunden. Hansruedi Birrer übernahm die Mannschaft im Juni. Seither versucht der 51-jährige Oftringer das neue Kollektiv zu formen: «Vom ursprünglichen Team sind nur 10 Spieler ge­blieben, mittlerweile konnten wir das Kader mit Zuzügen aus dem Team
Aargau, vom FC Wettingen und vom FC Solothurn aufstocken.»

Ein konkretes Ziel für die neue Saison will Birrer nicht angeben: «Ich weiss noch nicht genau, wo wir stehen. Das Team hat ein neues Gesicht, aber mein bisheriger Eindruck ist sehr positiv. Wir wollen ambitioniert in die neue Spielzeit gehen, es ist
schon unser Anspruch, dass wir in den vorderen Hälfte mitspielen können. Diese Saison wird für uns eine Standortbestimmung.»

Hansruedi Birrer möchte für die neue Saison noch kein konkretes Ziel angeben.

Hansruedi Birrer möchte für die neue Saison noch kein konkretes Ziel angeben.

«Der Aufstieg ist für uns kein Muss»

Der neue Trainer Fabrico Nogueira tritt in grosse Fussstapfen. Sein Vorreiter Miga Dedic verliess den FC Muri nach drei erfolgreichen Jahren. Zuletzt liess er den Verein sogar vom Aufstieg träumen, der Klub befand sich beim Abbruch an der Spitze der Gruppe 5.

Wie sieht es nun um die Erwartungshaltung in Muri aus? «Wir müssen mit den Füssen auf dem Boden bleiben. Wir haben vier erfahrene Spieler verloren und sind in einem Verjüngungsprozess. Ausserdem hat die Liga mit dem Zuzug vom FC Rotkreuz an Qualität zugelegt. Aber ich habe einen positiven Eindruck der Mannschaft. Der Aufstieg ist für uns zwar kein Muss, aber wir haben auf jeden Fall den Anspruch, dass wir im Kampf um die vorderen drei Plätze ein Wörtchen mitreden können.»

Muri-Trainer Fabricio Nogueira will die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers weiterführen.

Muri-Trainer Fabricio Nogueira will die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers weiterführen.

Pajde muss kleinere Brötchen backen 

Es tut sich was in Möhlin. Nach einer turbulenten Saison weht bei Pajde ein frischer Wind: Dragan Vasilic steht nach dem Abgang von Dejan Rakitic neu an der Seitenlinie. Der neue Trainer soll auch ein Philosophiewechsel im Klub einleiten: «Nur sieben Spieler sind vom ursprünglichen Kader geblieben. Wir wollen uns nun mit Fussballer aus der  Region aufbauen, damit der Verein lokal besser verankert ist und damit auch nachhaltiger gearbeitet werden kann», erklärt Präsident Zarko Sokcevic.

Man wolle dem Prozess zwei bis drei Jahre Zeit geben, entsprechend muss Pajde für die kommende Saison kleinere Brötchen backen. «Priorität hat für uns der Ligaerhalt. Unser Ziel ist es, dass wir mit dem Mittelfeld der Tabelle mithalten können», betont Sokcevic.

«Geben uns nicht noch einmal mit dem 7.Rang zufrieden»

Der SC Schöftland setzt sich für die kommende Saison ambitionierte Ziele: «Wir geben uns nicht noch einmal mit dem 7. Rang zufrieden. Wir konnten uns individuell auf vier Positionen verstärken und haben dadurch mehr Feuerpower in der Offensive. Auch für mehr Breite im Kader ist gesorgt. Dementsprechend muss eine Top 5 Platzierung das Ziel sein», sagt Sportchef Manuel Moor.


Umsetzten soll dieses Ziel Sven Osterwalder, der SCS hat schon frühzeitig zu Beginn des Jahres mit dem Trainer um ein weiteres Jahr verlängert. Zudem soll der Fokus auf den eigenen Nachwuchs grösser werden: «Wir würden in Zukunft gerne mehr auf Eigengewächse setzen können, bisher waren sie meist nur Ergänzungsspieler in der 1. Mannschaft», erklärt Moor. 

Trainer Sven Osterwalder will mit seiner Equipe um die vorderen sechs Ränge kämpfen.

Trainer Sven Osterwalder will mit seiner Equipe um die vorderen sechs Ränge kämpfen.

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