Neun Jahre nach dem Aufstieg in die 2. Liga inter bestreitet der SC Schöftland morgen Abend (17 Uhr) in Konolfingen vorerst seine letzte Partie in der fünfthöchsten Schweizer Fussballliga. Das Ende dieses Kapitels wurde vor einer Woche mit der 0:2-Heimpleite gegen Langenthal besiegelt.

«Was geschehen ist, können wir nicht mehr beeinflussen und wollen wir auch nicht weiter kommentieren», sagt SCS-Sportchef Andi Jurt zum Abstieg in die 2. Liga. «Wir blicken nicht zurück, sondern schauen vorwärts.» Aus diesem Grund betrachten Jurt und seine Vorstandskollegen die Relegation als Chance für einen Neuanfang. «Sie gibt uns die Gelegenheit, mit neuen Verantwortlichen und guten Ideen ein solides Fundament für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen», erklärt er.

Fokus auf die Jugend

Wegen des Umbruchs bleibt in der Sommerpause kein Stein auf dem anderen. Neben den bereits feststehenden Abgängen von Trainer Hansruedi Birrer sowie den Verteidigern Claudio Schüttel (zu Gontenschwil) und Dario Muscia (Gränichen) werden verschiedene weitere Spieler den Verein ebenfalls verlassen. Die Lücken im Kader von Birrer-Nachfolger Jürg Widmer sollen vor allem junge und motivierte Spieler füllen.

«Wir wollen das bestehende, gute Jugendkonzept weiterführen und uns mit Jürg Widmer noch gezielter auf die Nachwuchsarbeit fokussieren», sagt Andi Jurt. Als Vorbild für die neue Ausbildungsstrategie dient der FC Aarau. «Das ist so abgesprochen, wir möchten keine Konkurrenzsituation herbeiführen», gibt Jurt zu verstehen.

Welche sportlichen Ziele der SC Schöftland unter diesen Bedingungen verfolgen soll, kann womöglich erst Ende August bekannt gegeben werden. «Es wäre vermessen, jetzt über einen Wiederaufstieg zu sprechen», sagt Andi Jurt. Primäres Ziel sei vorerst ein sauberer Teamaufbau. «Wir wollen etwas entwickeln, das Kultur hat», betont Jurt. Er ist überzeugt, «dass der SC Schöftland damit die richtige Richtung einschlägt.»