NLA-Handball

TVE-Flügel Noah Grau vor der Partie gegen Wacker: «Das volle Vertrauen des Trainers ist enorm wichtig für mich»

Noah Grau hat sich beim TV Endingen zur Stammkraft entwickelt.

Noah Grau hat sich beim TV Endingen zur Stammkraft entwickelt.

Der 19-jährige Obersiggenthaler hat sich seit seinem Wechsel vom SC Siggenthal zum TV Endingen auf die Saison 2019/20 hin zum Stammspieler am linken Flügel entwickelt. Und das, obwohl Noah Grau zuvor eigentlich gelernter Rückraumspieler war.

Nur ein Jahr hat Noah Grau gebraucht. Seit seinem Wechsel zum TV Endingen hat sich der 19-Jährige vom unscheinbaren Nachwuchsspieler zur selbstbewussten Stammkraft mit grosser Präsenz auf der Platte entwickelt. Der Obersiggenthaler ist im Vergleich mit der Vorsaison kaum wiederzuerkennen und hat sich bei den Surbtaler NLA-Handballern auf dem linken Flügel bereits unverzichtbar gemacht.

Das ist alles andere als selbstverständlich. Sowohl im HSC-Nachwuchs (U15 bis U19 Elite) als auch bei seiner Rückkehr zu seinem Stammverein SC Siggenthal in der 1. Liga war Grau jeweils als Rückraum Mitte aufgelaufen. Zum Flügel umfunktioniert hat ihn erst Zoltan Majeri.

Für den TVE-Trainer ist deshalb auch der Leistungssprung seines Schützlings alles andere als überraschend: «Wir haben Noah in der vergangenen Saison ins kalte Wasser geworfen. Neue Mannschaft, neue Liga und neue Position – das wäre auch für jeden anderen Spieler eine nicht ganz einfache Situation gewesen. Aber er hat das gut gemeistert. Stand heute bin ich sehr zufrieden mit seiner Entwicklung.»

2019 hatte sich der TVE nach einem schwierigen Saisonstart mit Patrick Mathys verstärkt, wodurch Grau auf dem linken Flügel ein damals 34-Jähriger vor die Nase gesetzt worden war. «Ich habe das nie negativ empfunden, sondern darin die Chance gesehen, von einem Erfahrenen lernen zu können», sagt Grau.

Und diese Möglichkeit scheint er gepackt zu haben. Denn auch Mathys findet in Bezug auf die Entwicklung Graus nur lobende Worte: «Noah hat in den vergangenen Monaten grosse Fortschritte gemacht. Gerade was den Abschluss anbelangt, da ist er mutiger und cooler geworden. Das kommt natürlich mehr und mehr auch mit der Erfahrung.»

Mehr Muskelmasse und ganz viel Videostudium

Während der coronabedingt langen Zeit ohne Handball hat der 1,86 m grosse Grau an Muskelmasse zugelegt und sein Gewicht von 75 auf 79 kg gesteigert.

Zur Überbrückung der Wartezeit auf die Rückkehr auf die Platte hat sich der Sportkantischüler zahlreiche aufgezeichnete Partien angeschaut um von den besten seines Fachs zu lernen: «Ich habe versucht, bekannten Flügelspielern wie beispielsweise Gudjon Valur Sigurdsson (der Isländer hat seine Karriere im vergangenen Frühling beim PSG beendet, d.Red.) etwas abzuschauen», sagt Grau.

Ausserdem hat er viele Gespräche mit seinem Trainer geführt. «Zoltan hat immer wieder betont, dass ich sein vollstes Vertrauen habe. Das ist enorm wichtig für mich», sagt Grau, der sich selber als Bindeglied zwischen den ganz Jungen und den Älteren im Team sieht.

Schafroth auch gegen Wacker fraglich

Für Grau und Co. steht diesen Samstag (Anpfiff: 18 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Wacker Thun eine schwierige Aufgabe auf dem Programm. Die Berner Oberländer dürften nach der empfindlichen 14:29-Klatsche beim HSC auf Rache im Aargau sinnen.

Derweil ist bei den Endingern der Einsatz von Rückraumspieler Sven Schafroth weiter fraglich. Der 24-Jährige laboriert seit knapp zwei Wochen an einer Kapselverletzung im Daumen der rechten Hand herum. Ganz sicher fehlen werden dem TVE indes die Dauerverletzten Leonard Pejkovic und Joel Huesmann.

Umso wichtiger, dass Grau dort anknüpft, wo er zuletzt aufgehört hat: mit Torerfolgen. Bereits neun Treffer hat er nach drei Partien auf seinem Konto. Das sind mehr als halb so viele wie in der gesamten Saison 2019/20 – aber das war auch noch bevor Grau aufgeblüht ist.

Verfolgen Sie die Partie des TV Endingen gegen Wacker Thun am Samstag ab 18 Uhr im Livestream auf unserer Website.

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