NLA-Handball

TVE-Captain Riechsteiner blitzt mit Vorschlag ab: NLA-Vereine wollen keine vorzeitige Winterpause

TVE-Captain Christian Riechsteiner und seine Mannschaft werden bis zur Winterpause als einziges NLA-Team 18 der 27 Hauptrundenpartien absolviert und damit die Doppelrunde abgeschlossen haben.

TVE-Captain Christian Riechsteiner und seine Mannschaft werden bis zur Winterpause als einziges NLA-Team 18 der 27 Hauptrundenpartien absolviert und damit die Doppelrunde abgeschlossen haben.

Die Handballer des TV Endingen treffen am Donnerstag im TV-Spiel (Anpfiff: 19.15 Uhr) auswärts auf GC Amicitia – und hoffen darauf, die Weihnachtstage nicht in Quarantäne verbringen zu müssen.

Der TV Endingen kommt im langsam aber sicher ausklingenden Jahr 2020 noch zu einem Fernsehspiel: Der NLA-Abstiegskampf auswärts bei GC Amicitia wird bei «Sport 1» live übertragen und wurde deshalb um einen Tag auf Donnerstag (Anpfiff: 19.15 Uhr) verschoben.

Dabei war erst am frühen Montagabend klar geworden, dass die Partie der 17. Runde der NLA überhaupt stattfinden wird. Grund für die diesbezügliche Unsicherheit waren für einmal keine neuen Coronafälle in den Reihen eines der beiden Kontrahenten.

Ganz im Gegenteil: Es ging um die proaktive Verhinderung ebensolcher beziehungsweise die Verhinderung allfälliger Quarantänen über die Weihnachtszeit.

Dies hätte durch den sofortigen Saisonunterbruch und damit verbunden einer vorzeitigen Winterpause erreicht werden sollen. Christian Riechsteiner, Captain des TV Endingen, hatte im Whatsapp-Gruppenchat aller NLA-Mannschaftsführer einen entsprechenden Vorschlag eingebracht.

Das Votum fand seinen Weg in die Präsidentenkonferenz aller NLA-Vereine vom vergangenen Montag, erreichte dort aber keine Mehrheit.

Stattdessen wird das Programm, so es denn von Corona und allfälligen weiteren Massnahmen der Behörden nicht doch noch unterbunden wird, wie geplant mit den Partien bis und mit 23. Dezember durchgezogen. Mit der Gefahr, dass der eine oder andere Handballer das Weihnachtsfest in Quarantäne statt im Kreis seiner Liebsten verbringen wird.

«Mein Vorschlag, den ich nach Diskussionen mit Spielern aus vielen verschiedenen NLA-­Vereinen gemacht habe, wurde abgelehnt. Das gilt es zu akzeptieren», sagt Riechsteiner und fügt an:

TV Endingen schliesst Doppelrunde als einziges NLA-Team ab

Kommt hinzu, dass die Surbtaler im bisherigen Saisonverlauf durch die Coronapandemie bereits arg gebeutelt wurden. Als erstes Team mussten die sowieso mit massiv kleinerem Budget als die Konkurrenz operierenden Endinger im Oktober kurz nach Quarantäne-Ende und nach nur wenigen Mannschaftstrainings bereits wieder zu einem Ernstkampf antreten – und unterlagen dem RTV Basel, immerhin einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, mit 28:30 denkbar knapp.

Zuletzt fehlten dem TVE mit Stammtorhüter Vit Schams, Topskorer Justin Larouche (beide in Quarantäne) und Rückraum-Shooter Joel Huesmann (private Gründe) gleich drei Schlüsselspieler.

Der rekonvaleszente Leonard Pejkovic ist dabei noch nicht einmal eingerechnet. Eine vorzeitige Winterpause wäre Riechsteiner und Co. also auch in dieser Hinsicht nicht ungelegen gekommen.

Doch nun muss der TVE morgen in Zürich und am Samstag zu Hause gegen St. Otmar noch zwei Mal antreten – und wird damit als einziges NLA-Team mit 18 absolvierten Partien in die Winterpause gehen und die Doppelrunde damit abgeschlossen haben.

«Das hilft uns natürlich nicht – nichtsdestotrotz geben wir uns im Kampf um den Ligaerhalt noch lange nicht geschlagen», sagt Riechsteiner, der seinem Team in Zürich den Sieg durchaus zutraut.

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