Die Berner Oberländer reisten mit einem gut dotierten Kader nach Möhlin. Lukas Von Deschwanden und Jonas Dähler absolvierten zwar noch das Aufwärmprogramm mit ihrer Mannschaft, nahmen dann aber in den Reihen des Publikums Platz. Trainer Martin Rubin wollte heute auch seine Nachwuchsspieler im Teamaufgebot zum Zuge kommen lassen. Der TV Möhlin musste auf Torwart Flavio Wick (im Cupeinsatz mit Suhr Aarau gegen TV Endingen) und die verletzten Spieler Marcus Hock und Michael Schröder verzichten.

Stimmen zum Cupspiel Möhlin - Wacker

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Bald im Hintertreffen

Das Spiel begann mit einem ersten Treffer für Möhlin durch Sandro Strübin, der über Wackers Mitte einen Hammerschuss im Goal von Klenjah Emush landete. Strübin verbuchte an diesem Abend stolze zehn Treffer. Der Vorsprung der Möhliner endete nach 32 Sekunden, als ein Ballverlust zum Thuner Ausgleich zum 1:1 führte. Ab diesem Zeitpunkt verliefen weitere sechzehn Sekunden, ehe die Gäste den Führungstreffer durch Luca Linder verbuchten und damit den Grundstein für einen stetigen Vorsprung legten. Die Partie wurde von zwei bedachten entschlossenen Schiedsrichtern geleitet. Sie entschieden bereits in der fünften Spielminute eine erste Zeitstrafe für den TVM, anstelle der dritten Verwarnung, wegen Tätlichkeit. Aber Strenge war nötig, um die Begegnung zu disziplinieren und zu kontrollieren. Nach zehn Minuten lautete das Score 5:7. Fünf Minuten danach baute Wacker auf 5:11 aus. Einen Siebenmeter, verwertet durch Luca Linder, inklusive drei ultraschnelle Gegenstösse brachte den NLA-Verein weiter in Front. Ihr Handballrepertoire begeisterte die Zuschauer und zollte deren Respekt. Trotzdem liessen die Möhliner nicht von ihrer Aufholjagd ab und kämpften couragiert um jeden Punkt. Auch Alain Wenger parierte hinten und verliess seinen Platz erst am Schluss, als Nicolas Bamert die letzten Minuten übernahm. Das Zwischenresultat zur Pause lautete 12:19 und Trainer Marcus Hock zeigte sich denn auch mehrheitlich zufrieden mit seiner Mannschaft.

Aufholjagd in Hälfte zwei

In der zweiten Halbzeit stand Nick Eggenberger anstelle von Klenjah Emush für Thun im Tor. Auch auf dem Feld liess Martin Rubin Nachwuchsspieler einwechseln um ihnen Spielpraxis zu ermöglichen. Nach sechs gespielten Minuten pendelte sich die Tordifferenz auf fünf oder sechs Tore ein. Doch dann holten die Fricktaler kontinuierlich auf und erhöhten durch klasse Treffer von Wirthlin und Stalder zum 19:23, resp. 20:23. Routinier Markus Hüsser machte den „Schaden“ für sein Team kurz danach wieder gut und traf zum 20:24. Zwar schafften es die Gastgeber zehn Minuten vor Schluss noch einmal auf stolze zwei Tore (25:27) heran zu kommen, aber die Nationalspieler Raemy und Linder korrigierten mit Solokontern im Handumdrehen und brachten die Führung wieder ins Trockene. Trainer Martin Rubin äusserte sich nach dem Spiel folglich etwas enttäuscht über das bescheidene Abschneiden seiner jüngsten Spieler, welche sich zu wenig in Szene gesetzt hätten. Immerhin würden sie einmal gegen Mannschaften aus der höchsten Spielliga antreten müssen. Martin Burri bescherte Sekunden vor Abpfiff den letzten Treffer für den TVM, das „28:36“ war gleichzeitig der Schlussstand. Ein würdiges Resultat für seine Mannschaft.
Jetzt gönnt sich der TV Möhlin erst mal eine zwei wöchige Trainingspause, ehe es am letzten Januarsamstag im neuen Jahr in der Meisterschaft gegen die HSG Siggenthal weiter geht.