Seit dem Heimsieg am 8. Oktober 2016 gegen Genf blieb der HC Wädenswil punktlos und strebte daher auch gegen den favorisierten Gegner aus Möhlin nach weiteren Zählern für die Meisterschaft. Dies zeigte sich bereits in den ersten Minuten, als Wädenswil mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung versuchte, den möhliner Spielaufbau zu unterbrechen. Tatsächlich sollte es einige Minuten dauern bis die Fricktaler sich an die eigenwillige Spielweise der Zürcher gewohnt hatten. Auch im Angriff zeigte sich Wädenswil in der Startphase mutig und setzte einen siebten Feldspieler ein, um im Angriff eine Überzahlsituation zu erzeugen. Obwohl die Heimmannschaft so nach fünf Minuten unter frenetischem Jubel ihrer Fans mit 4:2 in Führung gegangen war, liessen sich die Gäste aus dem Aargau davon nicht beirren. Den Startschuss zur Wende im Spielgeschehen setzte deren Torwart Rok Jelovcan. Obwohl die Zürcher immer wieder Lücken im Zentrum der möhliner Defensive fanden, offenbarten sie Schwächen im Abschluss, denn sie scheiterten wiederholt am hervorragenden möhliner Schlussmann. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, erzielte Jelovcan in der neunten Spielminute sogar noch den 4:4 Ausgleich mit einem Weitschuss in das leer stehende wädenswiler Tor. Auch der möhliner Angriff fand in der Folge zunehmend besser ins Spiel. Die offensive Verteidigungsstrategie der Zürcher gewährte mehr Raum für Kreisläufer Carlo Ladan, der seine ausgezeichnete Offensivleistung mit neun Toren an diesem Abend krönte. Im Umkehrschluss zog Ladan die Verteidiger dadurch stärker auf sich und generierte so Freiräume für Marcus Hock, der mit einer unglaublichen 92%-Quote bestach und 12 der 33 Möhliner Tore erzielte. Möhlin erspielte sich so zwar die Führung zurück, doch die leidenschaftlich kämpfenden Wädenswiler liessen sich dann doch nicht ganz so schnell abschütteln. Bis zur 27. Minute blieb die Heimmannschaft nur zwei Tore hinter Möhlin zurück (12:14), ehe die Gäste kurz vor dem Halbzeitpfiff noch einmal einen Gang zulegten und die Führung auf 12:17 ausbauten.

In der zweiten Halbzeit besiegelte das in Fahrt geratene Möhlin das Wädenswiler Schicksal für diesen Samstagabend.

Nach 42 Minuten sprachen die Schiedsrichter bei einem Spielstand von 16:24 die Disqualifikation gegen Simon Ganter aus, nachdem dieser Mischa Wirthlin während eines Tempogegenstosses auf unliebsame Weise zu Fall gebracht hatte. Im Interesse derSpielergesundheit sicherlich eine richtige Entscheidung, doch für die Wädenswiler erschien der Ausschluss ihres besten Skorers wohl recht hart. Der Sieg war den Fricktalern aber zu diesem Zeitpunkt auf Grund des bisherigen Spielverlaufs ohnehin kaum noch zu nehmen. Ab der 50. Spielminute setzte Trainer Zoltan Cordas jene Schützlinge mit weniger Spielpraxis ein und diese bauten den Vorsprung bis zum Ende der Partie noch weiter aus. Bestechend war in dieser zweiten Hälfte, dass Wädenswil mangels griffiger Angriffsrezepte nur noch 9 Tore erzielen konnte. Insgesamt war Möhlin in diesem Duell klar die bessere Mannschaft und gewann die Partie so erwartungsgemäss. Nachdem die Hälfte der Ligaspiele nun absolviert sind, steht Möhlin mit 16 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz, punktgleich mit dem STV Baden (4.) und der SG TV Solothurn (5.). Am kommenden Samstag, 17.12. 2016, um 19:00 Uhr, trifft Möhlin in der neuen Steinlihalle zum Auftakt der Rückrunde auf die SH Yellow/Pfadi Espoirs.