Handball

TV Endingen verpasst den Aufstieg in die Nationalliga A

Enttäuschung bei Leonard Pejkovic (Mitte) und Lukas Schubnell (rechts)

Enttäuschung bei Leonard Pejkovic (Mitte) und Lukas Schubnell (rechts)

Der TV Endingen spielte eine starke NLB-Saison. In der Barrage verlieren sie aber erneut gegen Stäfa mit 24:29.

Der TV Endingen lag praktisch die gesamte Saison auf dem zweiten Rang hinter dem souveränen Kantonsrivalen vom HSC Suhr Aarau. Kurz eroberten sie die Leaderposition und konnten vom direkten Aufstieg träumen. Doch am Ende mussten sie in die Barrage gegen die Lakers aus Stäfa. Vor Wochenfrist unterlagen sie im Tägi in Wettingen noch knapp mit zwei Treffern Differenz. Im Rückspiel hoch über dem Zürichsee waren die Verhältnisse dann klarer und die Surbtaler zogen mit 24:29 erneut den Kürzeren. Damit ist der Kanton Aargau nächste Saison mit einer Mannschaft im Oberhaus vertreten, während weiterhin fünf Teams aus dem Rüebliland in der NLB gegeneinander antreten.

Die Endinger erwischten einen guten Start und konnten in der ersten Halbzeit stetig mithalten. Bis zum Seitenwechsel hatte sich das Team von Interimstrainer Michael Spuler den Minimalvorsprung von einem Treffer erarbeitet. Doch im zweiten Umgang gelang dem Team aus dem Oberhaus der deutlich bessere Auftakt: So konnte Stäfa vom 14:14 auf 18:14 nach knapp 40 Minuten davonziehen, was fast schon so etwas wie eine Vorentscheidung war. «Stäfa kam irgendwie frischer aus der Kabine. Zudem bekamen wir den Kreisläufer zu wenig in den Griff» meinte der erneut starke Goalie Dominic Rosenberg.

Hoffen auf Cordas baldige Genesung

Natürlich hat er gehofft, seine sechs Jahre beim TV Endingen wenigstens mit einem Sieg abzuschliessen. Insgeheim hat er natürlich gehofft, zu seinem Abschied dem Verein den Aufstieg schenken zu können. Daraus wird jetzt nichts. Trotzdem wird bei Endingen praktisch alles seinen gewohnten Gang nehmen: Die Mannschaft bleibt abgesehen von der Goalierochade Rosenberg gegen André Willimann (von Suhr) praktisch zusammen. Sowohl die Führungsriege als auch die Sponsoren bleiben im Surbtal treu. Und so hoffen jetzt alle, dass Zoltan Cordas wieder völlig gesund wird und mit der jungen, erfolgshungrigen Truppe nächste Saison einen neuen Anlauf in Richtung Oberhaus nehmen kann.

Und dann haben die vielen Eigengewächse auch wieder etwas mehr Erfahrung: «Am Ende war es eine Frage der Routine», war Spuler überzeugt. «Für die Spieler ist es im ersten Moment sehr hart», weiss er aus eigener Erfahrung. «Aber es kann auch eine Chance sein, wenn man die Partien sauber analysiert und die richtigen Schlüsse daraus zieht.» Das werden die Endinger bestimmt tun und auch in der nächsten Spielzeit mit ihrem erfrischenden Handball die zahlreichen Fans un erhalten.

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