Handball NLA

TV Endingen startet mit Niederlage in die Saison: Der Aufsteiger unterliegt dem HC Kriens-Luzern zu Hause 25:28

Der TV Endingen verliert zum Saisonauftakt das Heimspiel gegen den HC Kriens-Luzern mit 25:28. Der Aufsteiger aus dem Surbtal schlägt sich wacker, lässt sich während der gesamten Spieldauer nie richtig abschütteln, hat in der Endabrechnung aber das Nachsehen.

Man hat es beim TV Endingen in der vergangenen Saison fast etwas vergessen. Das Gefühl der Niederlage. Nur gerade zwei Mal ging die Mannschaft von Trainer Zoltan Majeri 2018/19 in der NLB als Verlierer von der Platte. Der souveräne und direkte Wiederaufstieg in die NLA war die logische Folge.

Und nun, dreieinhalb Monate später, ist es zurück, das Gefühl der Niederlage. Der TVE startet mit einem 25:28 gegen den HC Kriens-Luzern in die neue Saison im Oberhaus. «Wir haben hier gezeigt, dass wir gegen ein Team, das sich selber in der vorderen Tabellenhälfte sieht, mithalten können», sagt Claudio Vögtli nach der Schlusssirene.

Der 23-jährige rechte Flügel ist auf diese Saison hin ausgerechnet vom Auftaktgegner aus der Innerschweiz ins Surbtal gewechselt. «Die Niederlage gegen die ehemaligen Kollegen tut sicher etwas weh, aber wir können auch ein wenig stolz auf uns sein. Wir haben gut gekämpft und mit drei Treffern verloren.»

TVE liess sich nie richtig abschütteln

In der Tat, zeigte der TVE keine schlechte Partie. Nach nervösem Beginn mit gleich zwei misslungenen Angriffen und dementsprechender 0:2-Rücklage steigerte sich der Aufsteiger. Der HC Kriens-Luzern verpasste es immer wieder, die Führung vorentscheidend auszubauen, gleichzeitig gelang es dem TV Endingen nicht, das Ruder herrumzureissen und selber einmal vorzulegen – trotz mehrer entsprechender Gelegenheiten. Zur Pause lagen die Gastgeber mit 12:14 zurück.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich die Partie im ähnlichen Stil weiter. Mit dem einzigen Unterschied, dass die Endinger nun immer mit mindestens zwei Treffern in Rücklage waren. Die Gäste aus der Innerschweiz spielten die Zeit am Ende souverän herunter und der TVE kassierte zum Saisonauftakt eine 25:28-Niederlage.

Die 1-gegen-1-Situationen machten den Unterschied

«Wir haben die 1-gegen-1-Situationen in der Abwehr zu einfach verloren und die klaren 1-gegen-1-Tore in der Offensive nicht gemacht. Das ist das wichtigste und macht dann eben schon den Unterschied», sagt TVE-Trainer Zoltan Majeri. 

Auffällig war, dass der TVE in der Offensive den Weg zum Erfolg vornehmlich über den Kreis und damit via Leonard Pejkovic suchte. Folgerichtig war der 28-jährige Slowene mit sieben Treffern der erfolgreichste Werfer in den Reihen seiner Mannschaft. «Wir haben viele Gelegenheiten erhalten, über den Kreis zu spielen. Also haben wir diese genutzt», sagt Majeri dazu.

Torhüterwechsel wirkt vorübergehend

Kurz vor Ablauf der ersten 20 Minuten schaltete sich Majeri nach ein paar einfachen Gegentoren mit einem Torhüterwechsel in die Partie ein. Er ersetzte Neuzuzug Vít Schams durch Dennis Grana, der sich sogleich mit zwei Paraden bei drei Abschlüssen einzufügen wusste und seinem Team, das ein paar Minuten später wieder auf 12:12 ausgleichen konnte, Auftrieb gab.

«Ein Torhüterwechsel kann sehr viel ausmachen. Ich habe gleich abliefern können», sagt Grana. Die Wirkung des Torhüterwechsels blieb also nicht aus, am Ende reichte aber auch dieser Impuls nicht: «Wir kamen zwar zwischenzeitlich wieder ran. Aber am Ende haben die Details den Unterschied zu unseren Ungunsten gemacht.»

Auftakt darf Mut machen

In den Reihen der Endinger war man sich aber nach Spielschluss sicher: Dieser Auftakt darf durchaus Mut für kommende Aufgaben machen. Die Spieler jedenfalls verliessen die GoEasy-Arena im Wissen, dem HC Kriens-Luzern, dessen Budget (1,4 Millionen Franken) fast das Dreifache desjenigen des TVE beträgt, die Stirn geboten zu haben.

«Wir haben jetzt sicher schon einmal Lehrgeld bezahlt und hoffen, dass sich das dann im weiteren Saisonverlauf auszahlt», sagt Trainer Zoltan Majeri. Und was braucht es, damit das Gefühl der Niederlage auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht zum Dauergast beim TVE wird? «Viel Arbeit und dass wir die Lehren aus unseren Fehlern in dieser Partie ziehen.»

Weiter geht es für den TV Endingen mit der zweiten Partie der Saison bereits am kommenden Donnerstag, 5. September, auswärts beim BSV Bern Muri (Anpfiff: 19.45 Uhr).

Sie haben die Partie verpasst? Sehen Sie sie hier in der Aufzeichnung des Livestreams nach:

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